Banken gefährlicher als vor zwei Jahren

11. Februar 2016 - 21:12 Uhr

Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis hat die geplante Bankenabgabe kritisiert, weil der Staat damit für große Finanzinstitute in Schieflagen haften müsste. "Es besteht die Gefahr, dass Bankvorstände größere Risiken eingehen", wenn sie davon ausgehen können, im Notfall vom Staat gerettet zu werden, sagte Haasis der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung'. "Nach der Lehmann- Insolvenz hieß es allenthalben, keine Bank dürfe so groß sein, dass sie den Staat zu Finanzhilfen zwingen könne. Zwei Jahre später sehen wir: Die großen Banken sind noch größer und damit noch gefährlicher geworden."

Die Bundesregierung hatte die Bankenabgabe am Mittwoch auf den Weg gebracht. Vorgesehen ist, dass alle deutschen Kreditinstitute in einen Fonds einzahlen. Mit dem Geld soll Vorsorge für künftige Krisen getroffen und Banken in einer Schieflage geholfen werden.