Bank-Drücker Klopp bringt Dortmund kein Glück

20. November 2013 - 19:57 Uhr

Die Erkenntnis des 4. Spieltages in der Champions League lautet: Borussia Dortmund kann mit Jürgen Klopp an der Seitenlinie in der 'Königklasse' nicht gewinnen. Nach den beiden Siegen gegen Marseille und in London mit dem gesperrten BVB-Coach auf der Tribüne setzte es im Heimspiel gegen den FC Arsenal wie schon zum Auftakt in Neapel eine Pleite. Für diejenigen, die weniger abergläubisch sind, lagen die Ursachen für die zweite Dortmunder Niederlage im vierten Spiel aber woanders.

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund)
Jürgen Klopps Rückkehr auf die Bank war nicht von Erfolg gekrönt
© dpa, Federico Gambarini

Die Schwarz-Gelben waren beim 0:1 gegen die 'Gunners' die spielbestimmende Mannschaft gewesen, münzten aber ihre Überlegenheit nicht in Tore um. "Wir haben viele und auch gute Chancen herausgespielt, konnte aber keine davon nutzen", sagte Neven Subotic. "Arsenal auf der anderen Seite hatte sehr wenige Chancen und keine hochkarätigen. Sie haben zweimal vors Tor geflankt und einmal führt das gleich zum Tor – sie waren an Effizienz kaum zu überbieten", so der Dortmunder Innenverteidiger weiter.

Es ist noch alles drin in Gruppe F

Für das Team von Trainer Jürgen Klopp sind in den beiden verbleibenden Spielen gegen Neapel und zum Abschluss bei Olympique Marseille Siege Pflicht, sonst droht Platz 3 in der Gruppe. "Neapel wird ein sehr wichtiges Spiel. Das war es heute auch. Wir müssen beide Spiele gewinnen. Am besten gegen Neapel mit zwei Toren Unterschied. Dann sieht es schon wieder besser aus", hofft Marco Reus. So ein Sieg ist für den direkten Vergleich mit den Italienern auch bitter nötig. Das Hinspiel in Neapel hatten die Borussen mit 1:2 verloren.

Trotz des Erfolges in Dortmund und einem Drei-Punkte-Vorsprung auf den Dritten rechnet Arsenal-Coach Arsene Wenger damit, dass in der Gruppe F noch alles möglich ist. "Es wird eng bis zum Ende jetzt", sagte der Franzose. Dem Gegner zollte Wenger großes Lob: "Das war ein wichtiger Sieg für uns. Wir haben gegen eine sehr gute Mannschaft gespielt." Auch für seine deutschen Spieler hatte der 64-Jährige noch ein paar Blumen übrig: "Per Mertesacker hat super gespielt. Mesut Özil hatte eine sehr gute zweite Halbzeit. In der ersten Hälfe haben wir ihn nicht so oft gefunden. Nach dem Wechsel war er aber dann sehr gefährlich."

Bankdrücker Klopp fand schließlich noch das goldene Haar in der versalzenen Suppe. "Die beste Nachricht des Abends ist, dass wir in die K.o.-Runde kommen, wenn wir die nächsten beiden Spiele gewinnen. Einfach wird es sicher nicht – aber es ist möglich." Vielleicht zieht sich der BVB-Coach dann zur Sicherheit wieder auf die Tribüne zurück.