Bande soll Autounfälle erfunden und Versicherungen betrogen haben – fünf Männer in Bonn vor Gericht

10. Januar 2018 - 19:34 Uhr

Schaden des Versicherungsbetrugs soll bei rund 715.000 Euro liegen

In Bonn läuft ein spektakulärer Betrugsprozess, bei dem es um mehrere Hunderttausend Euro geht. Sechs Jahre lang soll eine Bande reihenweise Autounfälle erfunden und über Versicherungen abgerechnet haben. Laut Staatsanwaltschaft haben die Täter dabei einen Schaden von etwa 715.000 Euro verursacht.

"Beweisfotos" von Autounfällen wohl mit Photoshop gebastelt

Am Landgericht Bonn müssen sich jetzt fünf Männer im Alter zwischen 34 und 62 Jahren verantworten. Die Anklage lautet auf schweren Bandendiebstahl in 102 Fällen, darunter 20 Versuche.

Die angeblichen Unfälle haben laut Anklage nie stattgefunden. Die Fotos der demolierten Autos: gefaket! Mit Photoshop soll der 39 Jahre alte Bandenchef die angeblichen Beweise gebastelt haben. Anschließend wurden die Unfallfotos Gutachtern übergeben, die die Schäden schätzten. Die Unterlagen haben die Männer dann bei Versicherungen eingereicht – und ordentlich Geld kassiert.