4. Dezember 2018 - 9:46 Uhr

Reumütiger Fan beteuert: "Bin kein Rassist"

Der Aufschrei war groß, die Anschuldigungen ebenso: Nachdem ein Tottenham-Fan Arsenals Pierre-Emerick Aubameyang bei dessen Jubel vor dem Auswärts-Block mit einer Bananenschale beworfen hatte, vermuteten viele ein rassistisches Motiv. Jetzt hat sich der Bananen-Werfer zu Wort gemeldet.

Bei Aubameyangs Jubel platzte dem Spurs-Fan der Kragen

Als Pierre-Emerick Aubameyang im Londoner Derby (4:2 für Arsenal) zur 1:0-Führung traf, jubelte der Ex-Dortmunder vor der Gästekurve. Da platzte Spurs-Fan Averof Pantelli der Kragen: Der dreifache Familienvater warf eine Bananenschale in Richtung des Stümers von Erzrivale Arsenal.

"Ich habe einen großen Fehler gemacht und es tut mir aufrichtig Leid. Ich habe es nach wenigen Sekunden bereut", sagte der 57-Jährige der Daily Mail. Die Aktion sei aber auf keinen Fall rassistisch motiviert gewesen: "Ich bin zu 100 Prozent kein Rassist. Das schwöre ich beim Leben meiner Kinder. Es war nicht rassistisch gemeint, aber trotzdem total falsch. Ich werde meine Strafe akzeptieren", beteuerte Pantelli. Die Bananenschale habe er auf dem Boden im Gästeblock gefunden und sie ohne Nachzudenken in Richtung der Jubeltraube geworfen.

Kein Rassimus - sagt zumindest der beschuldigte Fan

Polizei erkennt keinen rassistischen Hintergrund

Die Polizeiermittlungen gegen Pantelli beschränken sich auf den Tatbestand, einen Gegenstand auf das Feld geworfen zu haben. Die Behörden erkannten keinen rassistischen Hintergrund. Daraufhin sah der englische Fußballverband von Sanktionen gegen den Verein ab.

Auf den gebürtigen Zyprer Pantelli dagegen kommt noch ein Gerichtsverfahren zu. Darüber hinaus berät Tottenham über eine lebenslange Stadionsperre.