Russe hatte den Orang-Utan mit Drogen betäubt

Bali: Orang-Utan-Baby an Flughafen vor Schmuggel gerettet

24. März 2019 - 15:36 Uhr

Flughafen-Mitarbeiter entdeckten das Tier in Rattan-Kiste

Was für ein Schicksal hätte den kleinen Affen wohl erwartet? Auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali haben Flughafenbeamte einen jungen Orang-Utan vor der illegalen Ausfuhr gerettet. Die Beamten fanden bei der Untersuchung des Gepäcks eines russischen Touristen auf den etwa zwei Jahre alten Menschenaffen, der betäubt in einem Rattan-Korb lag. Das berichtet die  Zeitung "The Jakarta Post".

Bei Zwischenlandung wollte er dem kleinen Affen Drogen geben

HANDOUT - 23.03.2019, Indonesien, Bali: Das von der Naturschutzbehörde Bali (BKSDA Bali) zur Verfügung gestellte Bild zeigt einen betäubten Orang-Utan, der angeblich von einem russischen Staatsangehörigen von der Insel geschmuggelt wurde. Auf der ind
Orang-Utan-Baby an Balis Flughafen vor Schmuggel gerettet
© dpa, Bksda Bali, DA

Der Mann wurde wegen versuchten Schmuggels festgenommen. Er behauptete dem Bericht zufolge, das Tier für 3.000 US-Dollar gekauft zu haben. Ein Freund habe ihm gesagt, es sei in Ordnung, den Affen als Haustier mit nach Russland zu nehmen.

HANDOUT - 23.03.2019, Indonesien, Bali: Das von der Naturschutzbehörde Bali (BKSDA Bali) zur Verfügung gestellte Bild zeigt indonesische Beamte in einem Raum, in dem die Besitztümer eines russischen Staatsangehörigen, einschließlich eines Rattankorbe
Orang-Utan-Baby an Balis Flughafen vor Schmuggel gerettet
© dpa, Uncredited, DA

Der Chef der Quarantäne-Abteilung des Flughafens bezeichnete den Umgang des Russen mit dem Tier in der Zeitung als "unmenschlich". Der Orang-Utan sei mit Drogen betäubt worden, so dass er zwei bis drei Stunden bewusstlos in der Rattan-Kiste lag. Der Mann habe Spritzen und Betäubungsmittel bei sich gehabt, um sie dem Affen bei der Zwischenlandung in Südkorea zu verabreichen.

Das Junge wurde in die Obhut der balinesischen Naturschutzbehörde gegeben. Im Gepäck des Russen fanden die Behörden auch noch zwei Geckos und fünf andere Echsen.

Orang-Utans sind gefährdet und vom Aussterben bedroht

Mother and baby Bornean orangutan (Pongo pygmaeus) in trees Tanjung Puting National Park, Borneo-Kalimatan, Indonesia, endangered species. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY 1490800 InakixxRelanzonMother and Baby Bornean Orangutan Pongo pygmaeus in Tree
Ein Orang-Utan-Mutter mit ihrem Baby im Tanjung Puting-Nationalpark in Indonesien.
© imago/Nature Picture Library, imago stock&people
  • Auch bei Orang-Utans sind zwei Jahre noch ein Kleinkind-Alter, in dem die Tiere eng bei der Mutter leben. Die Menschenaffen zählen zu den stark bedrohten Arten.
  • Freilebende Orang-Utans gibt es nur noch auf den Inseln Borneo und Sumatra in Südostasien.
  • Allein auf Borneo ist die Zahl der Menschenaffen in den vergangenen zwanzig Jahren um rund 150.000 zurückgegangen. Heute leben dort nur noch knapp 50.000 Orang-Utans.
  • Laut Weltnaturschutzunion IUCN sind Borneo-Orang-Utans stark gefährdet, Sumatra-Orang-Utans vom Aussterben bedroht.