Bald mehr Schutz vor hohen Dispozinsen?

Bald gibt es möglicherweise mehr Schutz vor hohen Dispozinsen.
© dpa, Jens Kalaene

16. Juli 2015 - 13:21 Uhr

Banken müssen kostengünstigere Alternativen anbieten

Verbraucher sollen künftig einen besseren Schutz vor hohen Dispozinsen und Risiken beim Abschluss von Immobilienkrediten erhalten. Das Bundeskabinett brachte einen Gesetzentwurf auf den Weg, der vor allem intensivere Information und Beratung zum Ziel hat.

Vorgesehen ist, dass Banken und Sparkassen ein Gespräch über kostengünstigere Alternativen anbieten müssen, wenn jemand seinen Dispokredit ein halbes Jahr lang zu durchschnittlich mehr als 75 Prozent ausschöpft oder sein Konto stark überzieht. Die aktuellen Zinssätze müssen im Internet veröffentlicht werden. "Hierdurch versetzen wir die Verbraucherinnen und Verbraucher in die Lage, die Zinssätze schnell und einfach miteinander vergleichen zu können", sagte Verbraucherminister Heiko Maas (SPD). "Damit machen wir es den Banken schwerer, unangemessen hohe Dispozinsen zu verlangen." Verbraucherschützern und Opposition gehen die neuen Regeln aber nicht weit genug. Die stellvertretende Vorsitzende der Linke-Bundestagsfraktion, Caren Lay, sprach von einem "Dispo-Placebo".