Bahrain: Zehn Verletzte bei Protesten

11. Februar 2016 - 20:56 Uhr

Bei Zusammenstößen zwischen tausenden Regierungsgegnern und Sicherheitskräften sind in Bahrain zehn Demonstranten verletzt worden. Die Polizeikräfte des Inselstaates gingen am Freitag in der Ortschaft Riffa mit Gummigeschossen und Tränengas vor, berichteten Augenzeugen. Zuvor hatten auch Sympathisanten der Regierung die Demonstranten angegriffen. Riffa, südlich der Hauptstadt Manama, ist die Residenz der königlichen Familie. Die Demonstranten wurden von den Sicherheitskräften daran gehindert, vor den königlichen Palast zu ziehen.

Die Proteste in Bahrain werden vor allem von unzufriedenen Schiiten getragen. Rund zwei Drittel der Bewohner des Golfstaates sind Schiiten. Der Hof mit dem Monarchen Hamad bin Issa al-Chalifa an der Spitze sowie die Regierung sind hingegen sunnitisch.