Bahrain-GP: Vettel legt bei Wehrlein-Comeback vor

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14. April 2017 - 20:32 Uhr

Im Zweikampf zwischen Australien-Champion Sebastian Vettel und China-Sieger Lewis Hamilton hat Ferrari-Star Vettel zumindest auf dem Papier den nächsten Schritt gemacht. Zum Auftakt des dritten Formel-1-Saisonrennens in Bahrain gewann der 29-Jährige das 1. Freie Training in der Wüste und ließ seinen Silber-Konkurrenten zwei Sekunden hinter sich. Der Brite arbeitete im schweren Auto jedoch vornehmlich an der Rennabstimmung.

Hamilton hält sich noch zurück

Sebastian Vettel dominierte das 1. Freie Training dominiert. Auf Softreifen brannte der Ferrari-Pilot in 1:32,697 Minuten die Bestzeit in den Asphalt. Hinter Vettel reihten sich die beiden Red Bull mit Daniel Ricciardo (+0,400) und Max Verstappen (+0,869) ein.

Im Duell mit den Silberpfeilen war die erste Session aber ein Muster ohne Wert: Mit absolvierten 28 Runden war Vettels Widersacher Lewis Hamilton zwar der Fleißigste, drehte aber keine schnelle Runde mit abgetanktem Auto. Der Mercedes-Pilot laborierte im schweren Boliden an der Rennabstimmung und begnügte sich zunächst mit dem 10. Rang. Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas beendete die erste Session auf Platz 14.

'Iceman' mit Wüstensand im Getriebe - Wehrlein mit Comeback

Für Kimi Räikkönen war das erste Training schon nach 40 Minuten beendet. Wegen Überhitzung im Bereich des Turboladers musste der Finne seinen rauchenden Ferrari frühzeitig abstellen. Schon beim Großen Preis von China hatte der 'Iceman' mit technischen Problemen zu kämpfen.

Sein Comeback gab Pascal Wehrlein auf dem Bahrain International Circuit. Der Sauber-Mann setzte seinen Dienstwagen auf Rang 18. Nico Hülkenberg (Renault) wurde Zwölfter. Fernando Alonso, mit drei Triumphen in der Wüste von Sakhir Bahrain-Rekordsieger, stellte seinen McLaren auf dem 8. Platz ab.

Großer Unterschied zwischen Soft- und Mediumreifen

Zum ersten Mal gingen die Piloten bei Hitze auf die Piste: Bei 37 Grad Außen- sowie 47 Grad Asphalt-Temperatur mussten sich die neuen Reifen behaupten. Dabei stellte sich früh heraus, dass der Unterschied zwischen den Medium- und den Softreifen groß ist. Entsprechend wechselten die meisten Piloten früh auf die soften Pneus, die eindeutig schneller waren und wesentlich mehr Grip hatten. Mit den weichen Walzen purzelten alsbald auch die Topzeiten. Besonders wichtig wird jedoch die zweite Trainings-Session bei Dunkelheit und abklingenden Temperaturen sein, da die äußeren Bedingungen denen während des Qualifyings und des Rennens entsprechen.