Bahnverkehr läuft nach Sturm wieder weitestgehend

"Sturm und Schnee: Bahnverkehr in Süddeutschland beeinträchtigt" steht auf einer Anzeigetafel. Foto: Daniel Karmann/dpa
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28. Februar 2020 - 9:50 Uhr

Nach stürmischem Wetter und Schneetreiben ist der Regionalverkehr am Freitagmorgen in Rheinland-Pfalz und im Saarland fast nicht mehr beeinträchtigt. Im Westerwaldkreis konnte ein großflächiger Stromausfall behoben werden. Im Straßenverkehr beruhigte sich die Lage, nachdem am Vortag Schneetreiben für Probleme gesorgt hatte. Der Start ins Wochenende am Freitag soll nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zunächst überwiegend niederschlagsfrei bleiben. Am Abend soll es im Westen regnen, in höheren Lagen auch schneien. In der Nacht zieht der Regen in Richtung Osten ab.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn erklärte am Freitagmorgen, dass die meisten Strecken, die wegen des Sturms gesperrt waren, wieder verfügbar seien. Lediglich auf der Regionalbahn-Strecke zwischen Kaisersesch und Mayen Ost seien weiter keine Fahrten möglich. Auf anderen Strecken könne es sein, dass die Züge zunächst etwas langsamer unterwegs seien. Im Fernverkehr gebe es keine Einschränkungen mehr durch den Sturm.

Am Donnerstagabend war es in Rheinland-Pfalz zu Verspätungen und Teilausfällen gekommen. Mehrere Regionalbahnen und eine S-Bahn zwischen Worms und Mainz waren verspätet oder fielen aus. Auch im Raum Kaiserslautern, den Kreisen Kusel und Cochem-Zell sowie im Rhein-Lahn-Kreis kam es zu Verspätungen und Teilausfällen.

Im Westerwaldkreis waren mehr als 10.000 Haushalte von einem Stromausfall betroffen. Gegen 4 Uhr konnte das Problem nach Angaben der Kreisverwaltung behoben werden. Die Polizei geht nach bisherigen Erkenntnissen von einer witterungsbedingten Ursache für die Störung aus.

Am Donnerstagnachmittag hatte starker Schneefall für massive Verkehrsprobleme gesorgt. Bei einem Unfall im Landkreis Mayen-Koblenz kam eine Frau ums Leben. In Idar-Oberstein kam der Verkehr nach Angaben der Polizei auf vielen Straßen zum Erliegen. Die Straßenmeistereien waren im Dauereinsatz. Verletzt wurde bei Unfällen niemand.

Die Autobahnpolizei Kaiserslautern meldete bis Freitagmorgen insgesamt sieben Verkehrsunfälle mit einem Gesamtschaden von 50.000 Euro. Die Fahrer seien angesichts der Witterung zu schnell unterwegs gewesen. Verletzt wurde niemand. Unter anderen kam es während eines Überholvorgangs auf der Autobahn 63 zwischen Winnweiler (Donnersbergkreis) und Göllheim zur Kollision zweier Lastzüge.

Quelle: DPA