Bahnunfall in Meinbrexen: Lkw-Fahrer hatte Riesenglück

Aus der Vogelperspektive: So knapp entging der Lkw dem Zusammenprall mit dem Regionalzug.
Aus der Vogelperspektive: So knapp entging der Lkw dem Zusammenprall mit dem Regionalzug.
© Polizei

11. September 2018 - 21:48 Uhr

Knapp an der Katastrophe vorbei

Bei einem Bahnunfall im niedersächsischen Meinbrexen ist erst im letzten Moment Schlimmeres verhindert worden. Um die Mittagszeit rangierte ein 45-jähriger Lkw-Fahrer rückwärts über einen geöffneten Bahnübergang in einen Feldweg, um dort Holz zu laden. Als er nochmal vorfahren musste, sprang die Ampel an der Bahnschranke auf Rot, und die Schranke senkte sie sich zwischen Führerhaus und Auflieger des Lasters. Ein in der Nähe arbeitender Bahnangestellter sah, dass sich ein Zug näherte und warnte den Lkw-Fahrer per Handzeichen.

Fahrer erlitt beim Unfall in Meinbrexen einen Schock

Zum Glück handelte der Lkw-Fahrer sofort, setzte zurück und riss dabei die Schranke mit. Obwohl der Lokführer sofort bremste, konnte der Zusammenstoß nicht verhindert werden. Die Bahn streifte den Lkw, wodurch ein Fenster des Zuges und die Fahrzeugfront des Lkws beschädigt wurden. Die 13 Fahrgäste und der Zugführer blieben jedoch unverletzt; der LKW-Fahrer wurde mit einem Schock ins Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden wird auf 175.000 Euro geschätzt.

Bahnstrecke für drei Stunden gesperrt

Ein Lkw entgeht in Meinbrexen ganz knapp einem folgenschweren Zusammenprall mit einem Regionalzug.
Hauchdünn: Kein Meter weiter, sonst wäre der Zug in die Fahrerkabine des Lkw gekracht.
© Polizei

Vermutlich ist es der schnellen Reaktion des Bahnmitarbeiters zu verdanken, dass dieser Unfall relativ glimpflich ausging. Die Bahnstrecke wurde wenige Stunden später wieder für den Verkehr freigegeben.