Bahn verkündet Milliardeninvestitionen in Fernverkehrsflotte

Richard Lutz, Konzern-Chef der Deutschen Bahn, spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild
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15. Juli 2020 - 2:30 Uhr

Die Corona-Krise hat das Wachstum bei den Fahrgastzahlen der Deutschen Bahn erstmal gestoppt - dennoch setzt der Konzern auf den weiteren Ausbau von Kapazitäten im Fernverkehr. Heute will Konzern-Chef Richard Lutz weitere Milliardeninvestitionen in die Fernzugflotte verkünden. Mit dabei sind auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sowie der stellvertretende Vorstandschef von Siemens, Roland Busch.

Von rund fünf Millionen zusätzlichen Fahrgästen pro Jahr ging die Deutsche Bahn vor der Pandemie aus, weil die Bundesregierung Ende vergangenen Jahres im Klimapaket eine Mehrwertsteuersenkung beschlossen hatte. Bahnfahren wurde damit günstiger.

Die Fernverkehrsflotte sollte deshalb aufgestockt werden. Neben der schon vor Jahren getätigten Bestellung von 137 neuen ICE-4-Zügen, von denen rund 50 ausgeliefert sind, kaufte der Konzern Ende des vergangenen Jahres 17 gebrauchte Doppelstockzüge von der Westbahn. Zudem stimmte der Aufsichtsrat der Anschaffung von 30 weiteren Fernzügen zu.

An diesen Plänen will der Konzern festhalten, auch wenn die Fahrgastzahlen wegen der Krise massiv eingebrochen sind. Im Schnitt sind die Züge der Deutschen Bahn aktuell lediglich zu einem Drittel ausgelastet.

Quelle: DPA