Größter Automobilclub Deutschlands ändert Kurs

Kommt jetzt das Tempolimit? ADAC gibt Widerstand auf

An der A24 steht eine Verkehrsschild mit der Geschwindigkeitsangabe von 130 Stundenkilometer. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Archivbild
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24. Januar 2020 - 9:55 Uhr

ADAC „nicht mehr grundsätzlich“ gegen Geschwindigkeitsbegrenzung

In der Debatte um ein Tempolimit auf Autobahnen hat der ADAC seine jahrzehntelange ablehnende Haltung aufgegeben. Der ADAC sei "nicht mehr grundsätzlich" gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung, sagte der ADAC-Vizepräsident Verkehr, Gerhard Hillebrand, im Vorfeld des 58. Verkehrsgerichtstags in Goslar Ende des Monats. Der ADAC ist mit gut 21 Millionen Mitgliedern der größte Automobilclub Deutschlands - und damit einer der stärksten Lobbyisten für den Autoverkehr.

ADAC will Versachlichung der emotionalen Debatte

"Die Diskussion um die Einführung eines allgemeinen Tempolimits auf Autobahnen wird emotional geführt und polarisiert bei den Mitgliedern", sagte Hillebrand. "Deshalb legt sich der ADAC in der Frage aktuell nicht fest." Eine Versachlichung sei dringend erforderlich. Die Auswirkungen eines Tempolimits sollten dringend in einer umfassenden Studie geklärt werden. "Diese würde eine belastbare Entscheidungsgrundlage liefern.

Themen beim Verkehrsgerichtstag

Beim diesjährigen Verkehrsgerichtstag befassen sich die Experten unter anderem mit der Aggressivität im Straßenverkehr, Fahranfängern und neuen Wegen zur Fahrkompetenz und Elektrokleinstfahrzeugen.

Quelle: DPA/ RTL.de