Ohne Kokosnüsse hätten sie nicht überlebt

Bahamas: Schiffbrüchige nach 33 Tagen von einsamer Insel gerettet

10. Februar 2021 - 15:29 Uhr

Auf unbewohnter Insel gestrandet

Es ist der Stoff, aus dem Hollywood-Blockbuster gemacht sind: In traumhafter Karibik-Kulisse kentern drei Menschen mit ihrem Boot und retten sich auf eine kleine Insel. Die ist natürlich unbewohnt und die Gestrandeten kämpfen in bester Robinson-Crusoe-Manier ums Überleben. Doch einer Frau und zwei Männern aus Kuba ist genau das wirklich passiert. Wie sie nach fast fünf Wochen entdeckt wurden, sehen Sie im Video.

Überleben fernab der Zivilisation

Die drei kubanischen Staatsangehörigen retteten sich auf diese unbewohnte Insel, die zur Gruppe der Bahamas zählt.
Die drei kubanischen Staatsangehörigen retteten sich auf diese unbewohnte Insel, die zur Gruppe der Bahamas zählt.
© Google Maps

Mehr als 700 Inseln gehören zu den Bahamas. Gerade einmal 30 davon sind bewohnt. Das kleine Eiland "Anguilla Cay", das die Schiffbrüchigen schwimmend erreichen konnten, zählt nicht dazu. Es liegt irgendwo im Atlantik zwischen Key West in Florida und Kuba. Ohne Vorräte und vor allem ohne Trinkwasser harrten die drei unglaubliche 33 Tage aus. Um nicht zu verhungern, aßen sie Muscheln und Ratten, wie der US-Sender CNN berichtet.

Spektakuläre Rettungsaktion

"Ich weiß nicht, wie sie das gemacht haben. Ich bin erstaunt, in welch guter Verfassung sie waren, als wir sie gefunden haben", sagte Justin Dougherty von der US-Küstenwache bei CNN. Doch ohne die Kokosnüsse auf der Insel hätte das Trio keine Chance gehabt. Mehr dazu und die Rettungsaktion – im Video.

Doch im Vergleich zu Jose Salvador Alvarenga sind die drei Kubaner sogar noch vergleichsweise früh gefunden worden. Der mexikanische Fischer trieb nach einem Motorschaden seines Bootes 14 Monate hilflos im Pazifik. Um zu überleben trank er sein eigenes Urin, wenn es kein Regenwasser gab und verspeiste rohe Fische und Vögel.