Hört das gar nicht mehr auf?

Fischer ziehen Fisch drei Plastiktüten aus dem Maul

18. September 2019 - 18:57 Uhr

Fisch dachte vermutlich, die Tüten wären Nahrung

Es sind beunruhigende Aufnahmen, von denen es mittlerweile viel zu viele gibt: Nicht eine, nicht zwei, sondern ganze drei Plastiktüten ziehen Fischer vor den Bahamas aus dem Maul eines gefangenen Tieres. Der Müll steckte tief in seinem Schlund. Im Video oben sehen Sie den schlimmen Moment.

6,4 Millionen Tonnen Plastik jährlich

Unsere Ozeane sind vollgestopft mit Müll: Rund 6,4 Millionen Tonnen Plastikabfälle landen jedes Jahr im Meer. Für Pflanzen und Tiere hat das verheerende Folgen. So auch für den Fisch im Video, wahrscheinlich ein großer Barsch. Immer wieder werden Szenen veröffentlicht, in denen Menschen Plastik im Körper von Meerestieren finden. So auch eine Frau, die in Indonesien insgesamt acht Kunststoffteile aus einer Makrele holte, die sie eigentlich zum Essen zubereiten wollte. Die Tiere verwechseln das Plastik mit Nahrung oder verfangen sich darin. Viele verenden deshalb qualvoll.

Jeder kann einen wichtigen Teil gegen die Müllflut beitragen

Wissenschaftler gehen davon aus, dass bereits 2050 mehr Plastikteile als Fische im Meer umherschwimmen. Eine unglaubliche Vorstellung. Das Grundproblem: der viel zu hohe Kunststoffverbrauch der Weltbevölkerung. Doch jeder Einzelne kann einen wichtigen Teil dazu beitragen, diesen zu verringern: So machen beispielsweise Plastikflaschen stolze 14 Prozent des Ozeanmülls aus. Wer auf Mehrwegsysteme setzt und etwa das heimische Leitungswasser trinkt, das oft eine höhere Qualität als Mineralwasser hat, trägt einen wichtigen Teil bei. Auch beim Einkaufen im Supermarkt lassen sich Umverpackungen sparen. Auf welche Hilfsmittel Sie dabei zurückgreifen können, erfahren Sie hier.