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Extreme Kreislaufprobleme in drei Fällen

Frau stirbt nach Eingriff in Badener Kinderwunschklinik

Eine Frau ist nach der Behandlung in einer Kinderwunschklinik in Baden gestorben.
Eine Frau ist nach der Behandlung in einer Kinderwunschklinik in Baden gestorben.
© picture alliance, CHROMORANGE / Bilderbox, INSADCO / Martin Plöb

08. Juni 2020 - 10:41 Uhr

War es ein Todeskeim?

Eine Frau ist nach einer Behandlung in einer Badener Kinderwunschklinik gestorben. Zwei weitere Patientinnen schwebten österreichischen Medienberichten zufolge zwischenzeitlich ebenfalls in Lebensgefahr. Mittlerweile soll sich ihr Zustand stabilisiert haben, berichtet "noe.orf.at". 

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Bei den Frauen soll in der vergangenen Woche unter Vollnarkose eine sogenannte Follikel-Punktion durchgeführt worden sein. Bei dem Eingriff wird versucht, den Patientinnen mit einer Nadel Eizellen zu entnehmen. Er wird in der Regel ambulant durchgeführt und dauert 20 bis 30 Minuten. Bei den Patientinnen soll es Stunden danach zu massiven Schmerzen und Kreislaufproblemen gekommen sein, als sie bereits wieder zu Hause waren. Eine 30-Jährige sei am Freitag in einer Klinik in Hitzing an Multiorganversagen verstorben, die anderen beiden Frauen werden noch in Kliniken in Wien und Niederösterreich behandelt.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen grob fahrlässiger Tötung und fahrlässiger schwerer Körperverletzung. Dem Bericht zufolge wurden mehrere Gutachten in Auftrag gegeben. Auch eine Obduktion der verstorbenen Frau sei angeordnet worden.

Klinik geht von verunreinigtem Medikament aus

Seitens der Klinik hieß es, die Behandlungen seien korrekt durchgeführt worden. "Wir gehen aufgrund von drei ähnlich gelagerten Fällen aber davon aus, dass ein Produkt, das im Rahmen der Anästhesie zur Anwendung gekommen ist, fehlerhaft oder eines der Medikamente verunreinigt war", zitiert "noe.orf.at" einen Anwalt, der einen der beteiligten Ärzte vertritt. Woher das Medikament für den Eingriff stammt, ist noch unklar.

Laut "OE24" soll vor allem dem Verdacht nachgegangen werden, dass ein Keim bei den Eingriffen in die Körper der Frauen gelangte und sich dort ausgeweitet hat. Ergebnisse der Gutachten und der Obduktion werden diese Woche erwartet.

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