Einbruch in Spedition in Bad Laasphe (NRW)

Junge (13) unternahm heimliche Spritztouren mit Lastwagen

Lastwagen-Parkplatz (Symbolfoto).
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05. August 2020 - 16:08 Uhr

Polizei: Sitz war "verräterisch" nach vorne geschoben worden

Da staunten die Beamten nicht schlecht, als sie einen 13-Jährigen auf frischer Tat ertappten und merkten, was eigentlich los war. Der Junge hatte im nordrhein-westfälischen Bad Laasphe fast unbemerkt nächtliche Spritztouren mit einem Lastwagen unternommen. Verraten hat ihn letztendlich seine Größe.

Junge (13) fuhr mehr als 70 Kilometer

Erste Hinweise auf das Treiben des Teenagers entdeckte in der vergangenen Woche ein Speditionsmitarbeiter, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Gegen 4.30 Uhr habe er mit einer Tour beginnen wollen, den Lastwagen aber nicht finden können. Plötzlich habe er vor dem Gelände einen Sattelzug ankommen gehört. "Ein Unbekannter sprang aus der Fahrerkabine und verschwand im Dunkeln", so die Polizei. Wie GPS-Daten verrieten, war der Sattelzug mit einem Schlüssel aus dem Schlüsselkasten der Spedition mehr als 70 Kilometer gefahren worden.

Wie sich nun herausstellte, waren auch schon in der Nacht zuvor Fahrzeuge bewegt worden. Der bis dato Unbekannte hatte sie aber immer wieder fast exakt an den Stellen geparkt, an denen sie zuvor gestanden hatten. Nur das Auslesen der GPS-Speicher gab Hinweise auf die Spritztouren. Bei einem Fahrzeug war der Sitz verräterisch so weit nach vorne geschoben worden, dass keiner der Mitarbeiter damit hätte fahren können.

Er kam mit dem Fahrrad, um Lastwagen zu fahren

Am Dienstag schließlich die Auflösung: Polizisten sahen in der Nacht Licht in der Speditionshalle. Sie entdeckten den 13-Jährigen und in seiner Jackentasche die Schlüssel für die auf dem Hof geparkten Lastwagen. Ihr Fazit: "Der junge Mann war in den Nächten zuvor mit seinem Fahrrad zur Spedition gefahren, dort eingedrungen, nicht um etwas zu klauen, sondern um Lkw zu fahren."