Babywatching: Kinder, die auf Säuglinge starren - sonderbarer Trend oder mehr?

Babywatching: Was steckt hinter dem Trend-Kurs? Die Kinder sind begeistert!
02:32 min
Die Kinder sind begeistert!
Babywatching: Was steckt hinter dem Trend-Kurs?

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Viele Kids wachsen als Einzelkinder auf - darunter leidet das Einfühlungsvermögen

Es klingt erstmal komisch, soll aber funktionieren! Babywatching verbessert Experten zufolge das Einfühlungsvermögen von Kindern. Wie das geht? Die Kleinen beobachten mehrere Minuten lang ein (noch kleineres) Neugeborenes mit seiner Mutter. Aufgekommen ist dieser Trend offenbar, weil immer weniger Kinder mit Geschwistern aufwachsen.

Babybeobachtung als Mittel gegen Angst und Aggressionsprobleme

Mittlerweile gibt es Babywatching in ganz Deutschland und immer mehr Mütter sind von dem Konzept begeistert. In Tagesseminaren können sich Frauen zu Baybwatching-Gruppenleiterinnen fortbilden lassen. Es geht dabei um die Entwicklung von Empathie: Die Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren setzen sich gezielt mit dem Neugeborenen auseinander und beantworten Fragen zu dessen Verhalten. Außerdem hilft die Babybeobachtung gegen Angst und Aggressionsprobleme und unterstützt die Sprachförderung. Wie das Ganze in der Praxis aussieht und abläuft, zeigen wir Ihnen im Video.

Michel ist gerade acht Monate alt und kommt einmal pro Woche für 30 Minuten in den "Kindergarten der Gesundheit Nordhessen" in Kassel. Meist zu Besuch in der Bärengruppe. Er sitzt in der Mitte eines Stuhlkreises und lässt sich von seiner Mutter wickeln, stillen oder bespaßen. Die Kinder gucken dabei zu und sind begeistert.

Ist Babywatching mehr als ein Trend?

Die Idee stammt ursprünglich vom Bindungsforscher Professor Dr. Karl Heinz Brisch von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er hat festgestellt, dass durch das Beobachten der Neugeborenen mit der Mutter die Kinder deutlich einfühlsamer und empathischer werden. Und Spaß haben sie dabei auch, wie unser Video zeigt!