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Babys in Ulm vergiftet: Auch ihr Sohn kam in der Uniklinik zur Welt

Mutter ist entsetzt

Babys in Ulm vergiftet: Auch ihr Sohn kam in der Uniklinik zur Welt

Mutter ist entsetzt: Es hätte auch ihr Baby treffen können Krankenschwester vergiftet Frühchen
01:14 min
Krankenschwester vergiftet Frühchen
Mutter ist entsetzt: Es hätte auch ihr Baby treffen können

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Krankenschwester soll Frühchen Morphium gegeben haben

Fünf Babys im Uniklinikum Ulm litten kurz vor Weihnachten plötzlich an Atemproblemen. Weil die Mitarbeiter auf der Säuglingsstation schnell handelten, wurden alle Frühchen gerettet. Wie sich später herausstellte, soll eine Krankenschwester den zu früh geborenen Babys Morphium verabreicht haben – ohne dass das medizinisch Notwendig gewesen wäre. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung gegen die Frau. Dagmar Kirsch hat ihren Sohn Noel im selben Krankenhaus entbunden. Im Video erzählt die frischgebackene Mutter, wie entsetzt sie war, als sie von dem Vorfall hörte.

„Ich habe Gänsehaut am ganzen Körper bekommen“

„Ich habe Gänsehaut am ganzen Körper bekommen“, sagt die Zweifach-Mutter. Auch Noel hätte im Dezember in Ulm geboren werden sollen – wie die Babys, die offenbar vergiftet wurden. Doch der kleine Junge kam vier Wochen zu früh zur Welt. Es war also möglicherweise purer Zufall, dass ihrem Sohn nichts passiert ist.

Offenbar mischte die Krankenschwester das Morphium in die Muttermilch , mit der die fünf Säuglinge gefüttert wurden. Danach ging es den Babys schlagartig schlecht – drei von ihnen mussten sogar künstlich beatmet werden. "Dank des raschen und sofortigen Eingreifens des Klinikpersonals konnte das Leben der fünf Säuglinge gerettet werden und nach bisherigen Erkenntnissen sind auch gesundheitliche Folgen für die fünf Kinder nicht zu erwarten", erklärte Bernhard Weber von der Ulmer Polizei.

Ulmer Krankenschwester bestreitet die Vorwürfe

Babys in Ulm vergiftet
Auf der Säuglingsstation der Uniklinik in Ulm wurden fünf Babys vergiftet.
geb, REUTERS, ANDREAS GEBERT

Daraufhin wurde die Station durchsucht und die Mitarbeiter befragt. In einem Spind der Umkleide wurden die Beamten schließlich fündig: Dort lag eine Spritze mit Muttermilch, in der Kriminaltechniker im Labor Spuren von Morphium nachweisen konnten. Die Polizei nahm daraufhin eine Krankenschwester fest. Sie sitzt in Untersuchungshaft und bestreitet die Vorwürfe. Warum sie versucht haben soll, die Babys zu vergiften, ist noch völlig unklar.

"Wir bedauern es sehr, dass es zu einem solchen Zwischenfall gekommen ist, und entschuldigen uns ausdrücklich bei den Eltern und Kindern dafür", erklärte der Leitende Ärztliche Direktor, Professor Udo Kaisers.