Ermittlungen dauern an

Babyleiche in der Uckermark: Polizei ruft zur Speichelprobe auf

Polizeiabsperrung, Symbolbild
Polizeiabsperrung, Symbolbild
© imago images/Arnulf Hettrich, Arnulf Hettrich, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

28. Mai 2020 - 13:52 Uhr

Aufruf zur Speichelabgabe

Die Geschichte macht fassungslos: Ende März finden Spaziergänger in der Nähe von Schwedt im Landkreis Uckermark die Leiche eines kleinen Mädchens. Noch immer sucht die Polizei Frankfurt / Oder nach der Mutter und hat jetzt 138 Frauen aus der Gegend per Post zur Abgabe einer Speichelprobe aufgerufen.

DNA-Analyse soll Licht ins Dunkel bringen

Die Polizeidirektion Ost ruft per Post zur Abgabe einer Speichelprobe auf.
Die Polizeidirektion Ost ruft per Post zur Abgabe einer Speichelprobe auf.
© Facebook

Die Obduktion Ende März hat ergeben, dass der Säugling keines natürlichen Todes gestorben ist. Die Polizei ermittelt seitdem wegen Totschlags und erhofft sich durch die Analyse der Speichelproben neue Erkenntnisse. 

Die Speichelabgabe erfolgt freiwillig, aber je mehr Frauen sich beteiligen, desto größer die Wahrscheinlichkeit den Fall zu lösen.

Über den Speichel können Wissenschaftler DNA extrahieren und mit der DNA des toten Babys überprüfen. So lassen sich Frauen als potentielle Mutter des Säuglings ausschließen. Es lässt sich aber auch feststellen, ob eine der Probandinnen die Mutter ist.

Keine Verbindung zu älterem Fund

Die Polizei hatte bereits viele Hinweise aus der Bevölkerung erhalten, doch wer die Mutter des Babys ist, konnten sie bislang noch nicht herausfinden. Überprüft wurde auch der Zusammenhang zu einem Fall aus dem Jahre 2014: Ganz in der Nähe des jetzigen Fundortes wurde vor sechs Jahren bereits schon einmal ein toter Säugling gefunden. Auch hier konnte die Mutter nie ermittelt werden. Dass die beiden Fälle zusammenhängen, kann die Polizei mittlerweile ausschließen.