Polizei bittet weiter um Hinweise auf die Mutter

Baby in Stade ausgesetzt: So geht es der kleinen Luisa jetzt

12. Dezember 2019 - 10:31 Uhr

Baby Luisa wurde am Nikolausabend ausgesetzt

Luisa – so nannten die Pflegekräfte das kleine Findelkind, das am späten Abend des Nikolaustages auf der Kinderintensivstation des Elbeklinikums in Stade eingeliefert wurde. Passanten, die ihr Auto auf einem Parkplatz in der Nähe abgestellt hatten, hörten das Neugeborene zufällig schreien. Das rettete der kleinen Luisa wohl das Leben. Wie es dem Mädchen inzwischen geht – in unserem Video.

„Das kleine Mädchen hat total Glück gehabt“

Polizei Stade
Polizei Stade
© Polizei Stade

Der Name Luisa bedeutet übersetzt "die starke Kämpferin". "Das passt perfekt zu der Kleinen", findet Kinderkrankenschwester Lena Puls. Sie und ihre Kollegen kümmern sich rund um die Uhr um das Baby, das sich inzwischen gut erholt hat.

Irgendjemand legte das Kind mit einer Windel und einem blau-weißgestreiften Hemdchen bekleidet und in ein rotes Handtuch gewickelt einfach auf einer Wiese am Kulturzentrum "Stadeum" ab. Wäre das Baby nicht so schnell gefunden worden, hätte es die Nacht wohl nicht überlebt. "Das kleine Mädchen hat total Glück gehabt", sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach.

Polizei bittet um Hinweise auf die Mutter des Babys

Das Paar, das am Stadeum geparkt hatte, hörte die Schreie von dem dunklen Gelände, erzählt er. Sie machten sich sofort auf die Suche und hätten sich sofort um das Baby gekümmert und den Notarzt gerufen. Die Polizei hofft jetzt darauf, dass sich Zeugen bei den Ermittlern melden. Darum wurden nicht nur Aufnahmen des Babys veröffentlicht, sondern auch Bilder von den Kleidungsstücken und des Handtuchs, in das Luisa gewickelt war.

Bisher habe sich weder die Mutter, noch andere Verwandte gemeldet, teilte die Polizei mit. "Wir sind für jeden Hinweis auf die Mutter dankbar", so Polizeisprecher Bohmbach. Vielleicht gibt es jemanden, der die Gegenstände erkennt, oder jemanden, der eine Frau beobachtet hat, die bis vor kurzem schwanger war und jetzt nicht mehr ist, aber kein Baby hat. Hinweise nimmt die Polizei Stade unter der Telefonnummer 04141-102215.

Luisa bleibt erst mal noch im Krankenhaus

Eine Krankenschwester kümmert sich um Findelkind Luisa.
Kinderkrankenschwester Lena Puls hat die kleine Luisa inzwischen richtig ins Herz geschlossen.
© RTL

Dass ausgerechnet am Nikolausabend jemand ein Baby aussetzt, findet auch Kinderkrankenschwester Lena Puls traurig. "Das ging uns schon allen nah." Bis das Jugendamt entschieden hat, was mit der Kleinen passieren soll, wird Luisa erst einmal weiteres auf der Kinderstation bleiben, wo alle sie inzwischen richtig ins Herz geschlossen haben.