Neugeborenes auf öffentlicher Toilette gefunden

Polizei zwingt Frauen, sich am Flughafen Doha gynäkologisch untersuchen zu lassen

27. Oktober 2020 - 11:24 Uhr

Schockierender Baby-Fund am Flughafen Doha (Katar)

Es ist eine schlimmer Fund: Auf einer öffentlichen Toilette des Flughafens Doha in Katar wird ein ein neugeborenes, lebendes Baby entdeckt. Doch auch was dann auf der Suche nach der Mutter passiert, ist schockierend: Ermittler nehmen alle Frauen eines Fluges nach Sydney fest und zwingen sie, ihre Unterwäsche auszuziehen und sich in einem Krankenwagen noch auf dem Rollfeld intim untersuchen zu lassen. Die Polizei hat die Mutter des Babys bei ihren übergriffigen Untersuchungen nicht gefunden. Wie sich die australische Außenministerin zu dem Vorfall äußert, sehen Sie im Video.

Frauen offenbar nicht über Grund der erzwungenen Untersuchung informiert

Für ihre Ermittlungen soll die Polizei die Frauen, darunter 13 Australierinnen, aus dem Flugzeug gezerrt haben. Die Australische Außenministerin Marise Payne geht davon aus, dass keine der Frauen vor der demütigenden körperlichen Untersuchung über den Fund des Babys informiert wurde. Ein Informant aus Doha, der über den Fall Bescheid wusste, sagte der Daily Mail: "Die Polizisten zwangen Frauen, sich invasiven Körpersuchen zu unterziehen - im Grunde genommen erzwungene Pap-Abstriche." 

Jetzt will das Australische Außenministerium Druck gegen die Regierung in Katar machen: "Die australische Regierung ist zutiefst besorgt über die inakzeptable Behandlung einiger weiblicher Passagiere", weiter heißt es: "Wir haben unsere Bedenken bezüglich dieses Vorfalls offiziell bei den katarischen Behörden registriert. Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten ist in dieser Angelegenheit auf diplomatischem Wege tätig." Laut der Flughafenbehörde sei das Baby in Sicherheit und werde von Sozialarbeitern betreut.