Mutter: "Superglücklich und es geht uns allen gut“

Ostergeburt auf Nordsee: Baby Bosse kommt an Bord von Seenotretter-Schiff zur Welt

Lara Müller-Maron hält am Ostersonntag an Bord des Seenotrettungskreuzers "Pidder Lüng" ihr Baby Bosse im Arm
Lara Müller-Maron hält am Ostersonntag an Bord des Seenotrettungskreuzers "Pidder Lüng" ihr Baby Bosse im Arm
© deutsche presse agentur

07. April 2021 - 9:21 Uhr

Von Sylt ging's dem kleinen Bosse nicht schnell genug zur Klinik

Erster großer Auftritt für Bosse! So heißt das Baby, das am frühen Ostersonntag auf der Nordsee zur Welt kam. Wie "Die Seenotretter" berichten, erblickte der kleine Bosse um 4:02 Uhr an Bord des Seenotrettungskreuzers "Pidder Lüng" das Licht der Welt. Und die wichtigste Nachricht von seiner Mutter (25) vorweg: "Wir sind superglücklich und es geht uns allen gut." Doch wie kam es zur ungewöhnlichen Oster-Geburt und was wird künftig als Geburtsort im Pass stehen?

Nach kurzem Ausflug für Geburt zurück nach Sylt: Kein Klinik-Besuch mehr nötig

04.04.2021, Dänemark, Havneby: Seenotretter Christopher Kölln (l-r), Holger Speck und Gerhard Reinfeld freuen sich am Ostersonntag an Bord des Seenotrettungskreuzers «Pidder Lüng», dass die junge Mutter Lara Müller-Maron und ihr Baby Bosse nach der G
„Ich hatte unterwegs schon den Eindruck, dass das nicht mehr lange dauert“, sagte Holger Speck (Mitte), selbst Vater von drei Töchtern, der das Schiff "Pidder Lüng" steuerte
© dpa, -, DGzRS bsc

Die werdende Mutter sollte mit dem Schiff "Pidder Lüng" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von Sylt zum dänischen Havneby gebracht und von dort aus mit einem Rettungswagen zur Klinik in Flensburg gefahren werden.

Doch der kleine Junge mit Namen Bosse kam bereits zur Welt bevor Mutter und Seenotretter an Land gehen konnten, wie die DGzRS berichtete. Der am Hafen bereits wartende Rettungswagen aus Flensburg wurde den Angaben zufolge nicht mehr benötigt: Mutter Lara Müller-Maron und ihrem Kind "ging es so gut, dass nach etwa einer Stunde alle gemeinsam die Rückreise nach List per Seenotrettungskreuzer antreten konnten", hieß es in der Mitteilung weiter.

Was gilt jetzt als Geburtsort für den kleinen Bosse?

Verwirrung um einige mögliche Geburtsorte bei diesem seltenen Fall klärte die DGzRS auf Twitter. Demnach dürfen die Eltern entscheiden – und auch Koordinaten sollen als Eintrag im Pass möglich sein. In Paragraf 32 der Personenstandsverordnung heißt es zu Geburten in Fahrzeugen: "Ist bei einer Geburt [...] der Ort bekannt, an dem das Kind geboren wurde, so ist dieser Ort in die Personenstandsregister einzutragen; ist der Ort nicht bekannt, so ist der für die Zuständigkeit maßgebende Ort als Geburtsort einzutragen."

Auch wenn die Seenotretter nach Angaben der DGzRS grundsätzlich darauf vorbereitet sind, medizinische Notfälle zu versorgen, seien Geburten an Bord selten. "Das Kind kam deutlich vor dem Geburtstermin zur Welt. Seit es keine Geburtsklinik mehr auf Sylt gibt, wird empfohlen, dass Schwangere zwei Wochen vor dem errechneten Termin die Insel verlassen, aber der Zeitpunkt war noch nicht gekommen", berichtete Hebamme Cornelia von Böhlen, die selbst mit an Bord war.

Quelle: DPA/ RTL.de

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