Baby-Boom!

Kegelrobben-Zahl im Wattenmeer erholt sich

15. Juli 2021 - 10:59 Uhr

Baby-Boom im Norden Deutschlands

Sie wurden lange gejagt und wurden daher immer weniger. Jetzt erholt sich die Kegelrobben-Population in Deutschland. Es gibt sogar einen regelrechten Baby-Boom unter den knuddeligen Raubtieren, denn in den vergangenen fünf Jahren gab es jedes Jahr mehr Robbenbabys.

Mehr Baby-Robben

Die Wattenmeer-Population, bei der die Anzahl der geborenen Jungtiere ermittelt wird, ist in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 11 Prozent pro Jahr gewachsen, wie das Wattenmeer-Sekretariat in Wilhelmshaven am Montag mitteilte. Im gleichen Zeitraum stieg auch die Zahl der während des Fellwechsels gezählten Kegelrobben weiter an mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 13 Prozent.

Kegelrobben werden in den frühen Wintermonaten geboren. Bei der neuesten Zählung wurden insgesamt 1.927 Babyrobben gezählt. Das sind 201 mehr als noch im Vorjahr. Den größten Baby-Boom gibt es in Niedersachsen (16 Prozent Zuwachs) und Helgoland (12 Prozent Zuwachs).

Größte Raubtiere im Wattenmeer

Kegelrobben sind die größten Raubtiere an der Wattenmeerküste. Vor dem Mittelalter gab es zahlreiche Kegelrobben, sie verschwanden jedoch vermutlich aufgrund übermäßiger Bejagung. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kehrten sie zurück. In 2021 wurden insgesamt 9.069 Kegelrobben gezählt. (dpa/ksp)