22. Mai 2019 - 12:39 Uhr

Ermittlungen gegen das Krankenhaus

Marlen Ochoa-Lopez war erst 19 Jahre alt, als sie von ihren Mörderinnen in eine perfide Falle gelockt wurde. Die im neunten Monat Schwangere hatte auf kostenlose Babykleidung gehofft, stattdessen wartete der Tod. Ihre Killer erwürgten Marlen, schnitten ihr das Baby aus dem Leib und warfen sie wie Abfall in eine Mülltonne. Was muss der Vater der Ermordeten empfinden? Im Video spricht er über den Verlust und seinen Wunsch für Vergebung für die Täterinnen.

"Der Kleine hat die Augen geöffnet"

Clarisa Figueroa (46) und ihre Tochter Desiree sind in den USA wegen Mordes und Körperverletzung festgenommen worden. Sie sollen Marlen gemeinsam umgebracht haben, anschließend habe Clarisa das Baby als ihr eigenes ausgegeben. Den Ermittlern zufolge, soll die 46-Jährige selbst ihren Sohn verloren haben. Er war im Alter von 20 Jahren eines natürlichen Todes gestorben.

Clarisa hatte nach der fürchterlichen Tat einen Krankenwagen alarmiert. Den Rettungskräften sagte sie, sie habe zu Hause ihr Baby bekommen, doch es atme nicht und sei blau angelaufen. Gegen das Krankenhaus, in das Clarisa und das Baby daraufhin eingeliefert wurden, laufen nun Ermittlungen. Viel zu spät habe man Verdacht geschöpft und die Frau bei der Polizei gemeldet, so der Vorwurf.

Baby Yadiel Lopez hat bei der gewaltsamen Tat einen Sauerstoffmangel erlitten und wird intensivmedizinisch betreut. Sein Vater durfte ihn im Arm halten, wie Cecilia Garcia, eine Freundin der Familie, auf einem Facebook-Foto festgehalten hat. Dazu schrieb sie: "Der Kleine hat die Augen für uns geöffnet. Wir beten für ein Wunder."