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Autogipfel im Kanzleramt: Was muss passieren, damit die Deutschen E-Autos fahren wollen?

Gipfel im Kanzleramt: Höhere Prämie für E-Autos

Was muss passieren, damit die Deutschen E-Autos fahren wollen?

E-Autos? Bisher noch kein Verkaufsschlager

Noch sind E-Autos auf deutschen Straßen eher die Ausnahme. Von den rund drei Millionen Neuwagen , die die Deutschen in diesem Jahr gekauft haben, sind gerade einmal acht Prozent Elekto- oder Hybridautos. Politik und Autoindustrie haben sich nun zu einem Gipfel im Kanzleramt getroffen, um einen Plan auszuarbeiten, wie sich das ändern lässt. Unter anderem soll es bald höhere Kaufprämien für E-Autos geben.

Was passieren muss, damit sich die Elektromobilität in Deutschland durchsetzt – in unserem Video.

Vor allem auf dem Land fehlen Ladestationen

Um die Klimaziele zu erreichen, sind bis 2030 sieben bis zehn Millionen E-Autos in Deutschland notwendig – davon sind wir aktuell noch weit entfernt. Von Januar bis Oktober wurden gerade mal knapp 53.000 reine E-Autos neu zugelassen.

Um die Kunden zum Umstieg zu bewegen, will die Bundesregierung jetzt mehr Geld zur Verfügung stellen, um weitere Ladestationen zu bauen. Derzeit gibt es rund 21.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland – vor allem auf dem Land muss man aber oft lange suchen, das schreckt viele Autofahrer ab.

Höhere Kaufprämie für E-Autos

Umbruch in Autobranche - Spitzentreffen im Kanzleramt
E-Autos sind immer noch die Ausnahme auf deutschen Straßen. Politik und Industrie besprechen Maßnahmen, um das zu ändern.
dbo tba cul, dpa, Daniel Bockwoldt

Eine weitere Maßnahme, um E-Autos attraktiver zu machen: Die Kaufprämie wird erhöht. Statt der 4.000 Euro bisher, will die Regierung für reine E-Autos in Zukunft 6.000 Euro beisteuern. Bundesregierung und Autoindustrie übernehmen wie bisher jeweils zur Hälfte die Kosten.Für sogenannte Plug-In-Hybride soll es laut Vorlage künftig in dieser Preisklasse statt 3000 dann 4500 Euro geben.

Für Autos mit einem Listenpreis über 40 000 Euro soll der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4000 Euro. Bisher werden Elektroautos nur bis zu einem Netto-Listenpreises von 60 000 Euro gefördert. Diese Deckelung soll künftig entfallen.

Mehr Ladepunkte und größere Kaufanreize – lassen sich die Autofahrer in Deutschland dadurch bewegen von Diesel oder Benzin auf Elektro-Autos umzusteigen? „Vor uns liegt eine extrem anspruchsvolle Zeit für die deutsche Automobilindustrie, die politisch aktiv begleitet werden muss“, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Mitglied im VW-Aufsichtsrat.