Autofahrer abgelenkt: Kommt jetzt das Verbot für 'Ampeljongleure' ?

13. Februar 2018 - 14:15 Uhr

Vorwurf: Aggressives Betteln – Kölner Politiker sagt Jongleuren den Kampf an

In einigen Städten gehören sie bereits beständig zum Straßenbild: Jongleure, die in Rotphasen an der Ampel Autofahrer bespaßen und anschließend für ihre Künste Geld fordern. Doch damit könnte vielleicht bald Schluss sein: Ein Kölner CDU-Politiker möchte gegen die 'Ampeljongleure' vorgehen und zumindest erreichen, dass sie nur noch mit einer Sondergenehmigung auftreten dürfen. Der Vorwurf: Aggressives Betteln und Gefährdung des Straßenverkehrs.

40 Euro am Tag

Doch nötigen die Jongleure die Autofahrer tatsächlich, für die Kleinkunst Geld abzudrücken? Wir haben uns mal an einer Kölner Ampel umgesehen. Machen Sie sich im Video selbst ein Bild.

Lukrativ oder nicht – auch das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden: Etwa 40 Euro am Tag verdienen die Jongleure.

Polizei greift selten ein

Bisher ist es so, dass sich die Beschwerden über die Ampel-Bespaßung noch in Grenzen halten. Laut Polizei gab es nur wenige Fälle, in denen der Notruf gewählt wurde, weil Jongleure für Ärger sorgten. Einmal gab es eine Strafanzeige wegen Beleidigung, sonst würden Platzverweise und Verwarngelder verteilt – alles hielte sich aber noch in Grenzen. Ob den Jongleuren ihr Geschäft in Zukunft erschwert oder verboten werden soll, hat die Stadt Köln aber noch nicht entschieden.