Auto von Felsblock zermalmt: Fahrer (✝28) hat keine Chance

"Zum falschen Augenblick am falschen Ort"

In Südtirol hat sich eine schreckliche Tragödie ereignet. Dort haben sich 30 bis 50 Kubikmeter Gestein gelöst und sind ins Tal gestürzt. Die Felsbrocken rissen Bäume mit sich, durchschlugen mit voller Wucht die Sicherheitsnetze und krachten schließlich auf ein Auto. Der 28 Jahre alte Fahrer war sofort tot.

Strecke gesichert - hundertprozentigen Schutz gibt es nicht

Steinschlag Südtirol
Der Felsblock durchschlug ein Fangnetz und krachte mit voller Wucht auf die Straße.
RTL

Besonders tragisch: Der Mann, der von Reschen in Richtung Pfunds auf der Reschenstraße unterwegs war, befand sich zum Zeitpunkt des Steinschlags auf dem einzigen freien Stück zwischen zwei Tunneln. "Der Mann war zum falschen Augenblick am falschen Ort", wird Landesgeologe Gunther Heißel von der 'Tiroler Tageszeitung' zitiert. "Die Temperatur­unterschiede der vergangenen Tage könnten in dem steilen Hang dazu geführt haben, dass der Block abstürzt."

Die Steinschlag-Gefahr ist auf der Reschenstraße besonders hoch, weshalb die gesamte Strecke mit Fangnetzen, Galerien und Tunneln gesichert ist. Doch hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Notärzte und Feuerwehr waren zwar schnell vor Ort, doch für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Das Auto wurde von dem Felsblock regelrecht zermalmt.

Drei Tote durch Steinschlag innerhalb von drei Tagen

Immer wieder kommt es in Tirol zu Toten durch Steinschlag. Erst am Sonntag war ein Ehepaar auf Wanderschaft im Ötztal durch einen gewaltigen Felssturz ums Leben gekommen. Der 57-Jährige und seine 55 Jahre alte Frau waren von herabstürzenden Geröllmassen erschlagen worden.