Gewalt in Hongkong immer schlimmer

Auto rast bei Demo in Menschenmenge

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5. August 2019 - 13:47 Uhr

Heftige Bilder aus Hongkong

Krasse Bilder aus Hongkong. Ein Auto rast offensichtlich mit voller mit Absicht auf Demonstranten zu. Seit Wochen gibt es heftige Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Immer wieder kommt es zu Gewalt. Die Auto-Attacke ist besonders heftig. Wir zeigen sie im Video!

Aggressive Auseinandersetzungen in Hongkong

Die Demonstranten halten Gitter in den Händen. Damit versuchen die sie sich vor dem Auto zu schützen. Immer wieder setzt der Fahrer vor und zurück, dann gibt er Gas und versucht, die Demonstranten wegzuschieben. Dann durchbricht das Auto die Barrikaden mit hoher Geschwindigkeit. Ein Mensch wird verletzt. Wer das Auto steuert, ist nicht bekannt.

Seit Wochen gehen die Bewohner Hongkongs für ihre demokratischen Rechte und gegen Polizeigewalt auf die Straße. Auslöser war ein Gesetzentwurf zur Auslieferung mutmaßlicher Krimineller an China.

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Großdemonstration gegen die Politik Stadtregierung in Hongkong.
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14.000 Demonstranten in Hongkong

Am Montag streikten tausende Menschen erneut; sie legten ihre Arbeit zugunsten von Protesten nieder. Der Streik soll die "starke Unzufriedenheit der Hongkonger Bürger mit der politischen Ungerechtigkeit auszudrücken", steht in der Mitteilung eines Bündnisses, das zu der Aktion aufgerufen hatte.

Mindestens 14.000 Menschen wollen sich an dem Streik beteiligen, wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete

Polizei setzte Tränengas ein

Schon am Sonntag zogen Tausende Demonstranten bei friedlichen Protestmärschen durch die Stadt. Später am Abend errichteten Protestler Barrikaden und blockierten Straßen. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Bei ähnlichen Ausschreitungen am Samstagabend wurde eine Polizeiwache nach einem Marsch von Protestierenden umstellt und mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen. An mehreren Stellen wurde auf Straßen Feuer gelegt. Am Hafen entfernten Protestler eine chinesische Flagge von einem Fahnenmast und warfen sie ins Wasser. Die Zentralregierung in Peking und das Verbindungsbüro der chinesischen Regierung in Hongkong verurteilten die Aktion scharf.

Größere Freiheiten als im Rest der Republik

Die Polizei setzte Tränengas zur Zerschlagung der Demonstrationen ein.
Die Polizei setzte Tränengas zur Zerschlagung der Demonstrationen ein.
© REUTERS, TYRONE SIU, MGO

Die frühere britische Kronkolonie Hongkong wird seit der Rückgabe 1997 an China nach dem Grundsatz "ein Land, zwei Systeme" als eigenes Territorium autonom regiert. Die sieben Millionen Einwohner der heutigen chinesischen Sonderverwaltungsregion genießen größere politische Freiheiten als die Menschen in der Volksrepublik, darunter das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie Presse- und Versammlungsfreiheit. Mit der lauter werdenden Forderung nach echter Demokratie in Hongkong zieht Peking aber die Zügel enger.