Auto rast auf Gehweg - 4 Tote

Unfall in Berlin: Autofahrt soll in 3D-Modell nachgestellt werden

07. September 2019 - 11:05 Uhr

Auto rast in Menschenmenge

In Berlin ist ein SUV in eine Menschenmenge gerast. Vier Menschen starben bei dem Unfall, teilte ein Polizeisprecher auf RTL-Anfrage mit. Unter den Todesopfern sind auch ein Kleinkind und dessen Großmutter. Die Mutter des Kindes und ein Geschwisterkind mussten alles mit ansehen. Sie werden nun seelsorgerisch betreut. Laut RTL-Reporterin Nina Lammers, die sich vor Ort ein Bild von der Lage machen konnte, gleicht die Unfallstelle einem "Schlachtfeld". Der Unfallwagen sei völlig zerfetzt. Am Samstagmorgen war die Unfallursache immer noch unklar. Deshalb sicherte die Verkehrspolizei vor Ort Spuren, um den Hergang in einem 3D-Modell nachzustellen. So wolle man die Fahrt des Autos rekonstruieren und klären, ob es sich möglicherweise überschlagen habe.

Der Porsche SUV kam nach dem Crash auf einem unbebauten Grundstück zum Stehen. Eine Fußgängerampel liegt abgeknickt auf dem Gehweg. Die Wucht des Aufpralls muss heftig gewesen sein. Laut Polizei gibt es bisher aber keine Hinweise auf überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache. Es konnten aber noch nicht alle Zeugen befragt werden. Viele müssen nach dem traumatischen Erlebnis von Seelsorgern betreut werden. 

Polizei spricht von "schwerem Verkehrsunfall"

Der Vorfall ereignete sich im Bezirk Mitte an der Ecke Invalidenstraße/Ackerstraße. Nach ersten Erkenntnissen geriet der Fahrer eines Geländewagens auf den Bürgersteig und raste in eine Menschengruppe. Vier Menschen starben noch an der Unfallstelle. Alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Drei Menschen wurden bei dem Unfall verletzt. Laut Polizei handelt es sich dabei um den Unfallfahrer, ein Kind und eine weitere Person, die mit ihm im Auto saßen. Alle drei wurden in ein Krankenhaus gebracht. 

Polizei sucht noch nach weiteren Opfern

Schwerer Unfall in Berlin
Bei einem schweren Verkehrsunfall im Zentrum von Berlin sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.
© RTL

Die Kreuzung sei weiträumig abgesperrt worden, twitterte die Polizei. "Bitte behindern Sie die Einsatz- und Rettungskräfte vor Ort nicht", baten die Beamten. Denn noch läuft der Einsatz vor Ort. Die Einsatzkräfte suchen das verwilderte Grundstück mit Wärmebildkameras ab, wie RTL-Reporterin Nina Lammers vor Ort erfuhr. Die Polizei will ausschließen, dass weitere Opfer durch die Wucht des Aufpralls dorthin geschleudert wurden.

Noch ist völlig unklar, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Rund um die Unfallstelle in der Berliner Innenstadt gab es massive Verkehrsbehinderungen. Auch mehrere Straßenbahnen kommen nicht voran.