Autistisches Kind (12) irrt die ganze Nacht durch den Wald

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Die Polizei setzte bei der Suche auch Hubschrauber ein.
dpa, Z1003 Jens Büttner

Polizei suchte mit Rettungshunden und Hubschraubern

Ein erst zwölf Jahre alter Junge verschwindet im Urlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte plötzlich spurlos. Die Eltern machen sich große Sorgen - das Kind ist Autist. Sofort läuft ein Großeinsatz der Polizei an - mit Happy End.

Der Urlauberjunge verschwand am frühen Samstagabend in Carwitz bei Feldberg, wie die Polizei in Neubrandenburg berichtete. Neben Rettungshunden und Feuerwehren war auch ein Hubschrauber im Einsatz.

Das Kind war laut Polizeiangaben nach einem gemeinsamen Spaziergang mit den Eltern nicht zum Zelt zurückgekehrt. "Da der Junge Autist und fremd in der Gegend ist, war davon auszugehen, dass er sich verlaufen hat", berichteten die Beamten. Die gesamte Nacht hindurch sei mit großem Aufwand nach ihm gesucht worden - zunächst erfolglos.

Kind legte offenbar 20 Kilometer zurück

Doch dann sahen anreisende Urlauber am Sonntagmorgen einen verstörten Jungen an einer Waldkante an der Landesgrenze zu Brandenburg. Die Polizei nahm ihn in Obhut und brachte ihn anschließend zu den Eltern.

Nach eigenen Angaben war der Zwölfjährige die ganze Nacht hindurch unterwegs. Die Polizei schätzt, dass er mindestens 20 Kilometer zurückgelegt hat. "Das war sein Glück, denn es war doch ganz schön kalt nachts", sagte ein Polizeisprecher.