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Autistin Raissa (9) von Zwölfjährigem missbraucht, misshandelt und ermordet?

Unvorstellbares Verbrechen in Sao Paulo

Autistin Raissa (9) von Zwölfjährigem missbraucht, misshandelt und ermordet?

Raissa Caparelli starb eines grausamen Todes.
Raissa Caparelli starb eines grausamen Todes.

„Diese Tragödie hat mir das Herz herausgerissen“

Was für ein schrecklicher Schicksalsschlag für diese Mutter: Gemeinsam mit ihren beiden Kindern besucht Rosevânia Caparelli eine Wohltätigkeitsveranstaltung in Sao Paulo. Alle sind gut gelaunt, haben ihre Freude. Im Laufe des Vormittags gehen Mutter und Sohn kurz zum Popcorn-Stand. Als sie wiederkommen, ist die neunjährige Raissa verschwunden. Stunden später wird das autistische Mädchen in einem vier Kilometer entfernten Waldstück gefunden. An einen Baum gefesselt, misshandelt. Sie ist tot. Ihr mutmaßlicher Mörder: Ein zwölfjähriger Junge.

Ihre Mutter hatte sie nur ganz kurz alleingelassen

Die beiden Kinder, eineinhalb Stunden, bevor das Mädchen tot gefunden wurde.
Die beiden Kinder, eineinhalb Stunden, bevor das Mädchen tot gefunden wurde.

Er soll die entsetzliche Tat gestanden haben, berichtet die Daily Mail. Raissa wurde mit einem Strick um den Hals gefunden, an einen Baum angebunden. Laut Polizei sei das Mädchen erstickt, es gebe aber Anzeichen für eine Vergewaltigung.

„Diese Tragödie hat mir das Herz herausgerissen“, sagt ihre völlig verstörte Mutter Rosevânia. „Raíssa war ein süßes, gelehriges Kind.“ Wegen ihres Autismus' sei ihre Tochter ängstlich und schüchtern gewesen. Fremden gegenüber habe sie sich reserviert verhalten.

Auf die Spur des mutmaßlichen Täters kam die Polizei, weil der Zwölfjährige Verwandten von der Tat erzählt haben soll. Daraufhin habe seine Mutter ihn zur Polizei gebracht. Er habe das grausige Verbrechen zuerst gestanden, so brasilianische Medien. Mit Details der Tat. Später wideruft er sein Geständnis und präsentiert andere Versionen seiner Geschichte. Unglaubwürdig, so die Ermittler.

Gegen den Verdächtigen spricht, dass ihn Aufnahmen einer Überwachungskamera mit Raissa zeigen, wie die beiden Hand in Hand spazieren gehen. Nur 90 Minuten, bevor die Leiche des kleinen Mädchens entdeckt wurde.

Raissa hatte gerade angefangen, geselliger zu werden

Mordeverdacht
Dieser 12-Jährige steht unter dringendem Verdacht, die kleine Raissa brutal ermordet zu haben.

Sie sei kaum zu erkenn gewesen, so Polizeikommissar Eduardo Marturano: „Die Verletzungen an ihrem Gesicht waren so schwerwiegend, dass es schwierig war, sie überhaupt zu identifizieren.“ Raissa habe auch brutale Verletzungen an den Schultern und tiefe Wunden an Körper und Beinen gehabt, so der Ermittler weiter.

Für ihn und seine Kollegen ist der Junge dringend tatverdächtig. Dennoch ermittelt die Polizei in alle Richtungen. Auch die Möglichkeit eines Komplizen wird nicht gänzlich ausgeschlossen.

Für Raissas Familie ist eine Welt zusammengebrochen. Das Mädchen hatte gerade angefangen, geselliger zu werden, sagt ihre verzweifelte Mutter. Ihre Tante Rosmari berichtet: „Raíssa war im vergangenen Jahr in einem Unterstützungszentrum für Autismus. Sie war introvertiert und konnte sich nicht gut verständigen. Mit der pädagogischen Intervention begann sich ihr Verhalten zu verbessern und sie wurde vertrauensvoller und gesprächiger.“ Vielleicht ist ihr das nun zum Verhängnis geworden.