Auswirkungen der Corona-Krise

Steuereinnahmen von Bund und Ländern sinken weiter

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22. September 2020 - 7:50 Uhr

Die Virus-Pandemie belastet nach wie vor den deutschen Fiskus. Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern lagen im August mit 51,4 Milliarden Euro 2,3 Prozent unter dem Niveau vor Jahresfrist, wie das Bundesfinanzministerium am Dienstag mitteilte.

In den ersten sieben Monaten des Jahres summierte sich der Rückgang auf 7,3 Prozent. "Die konjunkturellen Auswirkungen der Corona-Krise belasteten weiterhin das Steueraufkommen." So gab es bei den Lohnsteuern allein im August ein Minus von 6,6 Prozent. Zudem drückten Maßnahmen zur Abfederung der Krise wie Steuerstundungen auf die Einnahmen.

Wie aus der jüngsten Steuerschätzung hervorgeht, müssen Bund, Länder und Gemeinden für den Zeitraum 2020 bis 2024 mit rund 29,6 Milliarden Euro weniger auskommen als noch im Frühjahr angenommen. Allein für 2020 und 2021 muss der Bund demnach nochmals mit fast 20 Milliarden Euro weniger rechnen.

In einigen Gemeinden sind die Einnahmen über die Gewerbesteuer so niedrig, dass zum Beispiel die Einnahmen über die Hundesteuer zur wichtigsten Einnahmequelle gehören.

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Quelle: Reuters / RTL.de