Kind schlich aus dem Haus, als Eltern schliefen

Dingo beißt Zweijährigen krankenhausreif

Ein Dingo hat einen Zweijährigen auf Fraser Island in Australien angegriffen.
Ein Dingo hat einen Zweijährigen auf Fraser Island in Australien angegriffen.
© RACQ

17. April 2021 - 21:14 Uhr

Kleiner Junge wird schwer verletzt

Dieser Zweijährige muss einen Schutzengel gehabt haben. Nachdem er sich aus dem Haus seiner Eltern im australischen Fraser Island geschlichen hatte, wurde er von einem Dingo angegriffen. Der Wildhund verletzte das Kind schwer – es wurde mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

Fraser Island: Junge wurde in Krankenhaus geflogen

Wie der "Guardian" berichtet, merkten die Eltern nicht einmal, dass ihr kleiner Junge nicht im Haus war. "Das Kind hat es irgendwie geschafft, aus dem Haus zu kommen, in dem die Familie wohnte, während andere Familienmitglieder schliefen", erklärte ein Sanitäter der Zeitung. Dann passierte das Unglück – ein Dingo ging auf den hilflosen Jungen los. Laut "RACQ", dem Rettungsdienst von Fraser Island, erlitt er Wunden an Bein, Arm, Nacken und Schulter und hatte auch eine Schnittwunde am Kopf. Das Kind sei später zusammen mit seiner Mutter in eine Klinik geflogen worden, heißt es. Wie der Rettungsdienst bei Twitter schrieb, gehe es dem Kind den Umständen entsprechend gut.

Wildhunde jagen schwächere Lebewesen

Einer der Sanitäter sagte dem "Guardian", der Junge habe großes Glück gehabt. Normalerweise würden Dingos im Rudel jagen. Das Tier, das den Zweijährigen angegriffen hatte, war aber offenbar allein unterwegs. "Dingos haben die Angewohnheit, Lebewesen zu jagen, die kleiner oder schwächer sind, als sie."

Auf Fraser Island leben viele Dingos.
Auf Fraser Island leben viele Dingos.
© picture-alliance / dpa, Steven Pohlner

Dingos füttern verboten!

Dingo-Angriffe auf Fraser Island sind keine Seltenheit. Erst Anfang Februar sollen zwei Dingos einen achtjährigen Jungen verwundet haben. Zwei Lagerplätze mussten geschlossen werden. Um der Lage Herr zu werden, ist es verboten, Dingos zu füttern. Wer dagegen verstößt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Im März soll ein Fischer 2135 US-Dollar Strafe (umgerechnet 1781 Euro) bezahlt haben, weil er eines der Tiere fütterte.

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