Drohnen im Kampf gegen Haie

Australien: Hier schwimmt ein Killer-Hai ganz nah an Strandurlaubern

12. April 2019 - 20:44 Uhr

Immer mehr Hai-Attacken auf Menschen

Türkisblaues Meer, unbesorgte Schwimmer. Die Küste von New South Wales in Australien ist ein Paradies für Urlauber aus der ganzen Welt. Aber es ist auch ein gefährlicher Ort: Immer wieder kommen jagende Haie in Strandnähe. Australien setzt jetzt Drohnen ein, um seine Strände sicherer zu machen. Wie gefährlich nah die Haie den badenden Touristen kommen, sehen Sie im Video.

Rettungsschwimmer: „Sehr viel mehr Haie sichten“

Drohnenaufnahmen retten in Australien Menschenleben. Die Modelle namens "Little Ripper" patrouillieren im Südosten des Landes an der Küste von New South Wales. Sie halten nach Haien Ausschau und helfen Schwimmern in Seenot.

"Der tägliche Drohneneinsatz hat dazu geführt, dass wir sehr viel mehr Haie sichten konnten", erklärt ein Rettungsschwimmer RTL-Reporter Rick Noack. Die Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden, ist sehr viel höher, als von einem Hai gebissen zu werden. Aber die Zahl der Attacken nimmt in einigen Ländern deutlich zu: In jedem Sommermonat kommt es in Australien zu Zwischenfällen. Die Drohnen werden also mehr gebraucht als je zuvor.

Notfall-Equipment rettet Menschen

Einige Modelle sind mit Notfall-Equipment ausgerüstet, das im Ernstfall per Knopfdruck fallen gelassen werden kann. Wer zu ertrinken droht, kann auf Rettung aus Luft hoffen. Zudem sind Drohnen mit Wärmebildkameras ausgestattet, um auch bei widrigen Wetterbedingungen den Überblick zu behalten.

Rettungsschwimmer, die auf Bildschirme statt aufs Meer schauen, sind in Deutschland noch unerwünscht. Aber der Einsatz von Drohnen könnte künftig auch in der Nord- oder Ostsee in Not geratenen Schwimmern helfen.