Nach illegaler Party

Frauen schleppen Coronavirus in Queensland ein: Jetzt droht eine Haftstrafe!

Kommen die Frauen jetzt ins Gefängnis?
© deutsche presse agentur

31. Juli 2020 - 14:22 Uhr

Wegen Falschaussagen: Frauen droht fünfjährige Haftstrafe

Drei Frauen (19, 21,21) aus Australien wird vorgeworfen, bei ihrer Einreise in Queensland Falschaussagen gemacht und so das Coronavirus in den australischen Bundesstaat geschleppt zu haben. Nun droht ihnen eine Haftstrafe.

Nach illegaler Party in Melbourne: Frauen positiv auf Coronavirus getestet

Medienberichten zufolge waren die Frauen zuvor in die Großstadt Melbourne in Victoria gereist. Dort solle sich das Trio auf einer illegalen Party aufgehalten haben, bei der angeblich 20 bis 30 Menschen anwesend waren. Am 21. Juli sind die Frauen dann nach einem Zwischenstopp in Sydney mit dem Flugzeug in Brisbane, der Hauptstadt von Queensland, gelandet. Dabei sollen sie falsche oder gar irreführende Angaben gemacht haben, wie die Polizei von Queensland nun mitteilt. Es wird vermutet, dass die Frauen so einer Quarantäne entgehen wollten. Das Problem: In Melbourne herrscht wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen seit mehr als drei Wochen ein strikter Lockdown. Zu Recht. Nach ihrer Rückkehr wurden zwei der drei Frauen positiv auf das Coronavirus getestet.

"Wir werden dieses Verhalten, das Menschen in Gefahr bringt, an unseren Grenzen nicht dulden."

Eine Polizeisprecherin bezeichnete das Verhalten der Frauen als "betrügerisch und kriminell" und sagte: "Wir werden dieses Verhalten, das Menschen in Gefahr bringt, an unseren Grenzen nicht dulden."

Für Urkundenfälschung ist in Australien eine Höchststrafe von fünf Jahren festgelegt, zudem könnt das Trio wegen Verstoßes gegen das Gesetz für die öffentliche Gesundheit zu Bußgeldern in Höhe von rund 13.300 australischen Dollar (8066 Euro) verurteilt werden, wie die Tageszeitung "The Australian" schreibt.

Queensland zählte bislang verhältnismäßig wenige Infektionen mit dem Coronavirus, der Bundesstaat hatte das Coronavirus im Griff. Bis jetzt: Die Frauen besuchten nach ihrer Rückkehr mehrere Bars und andere öffentliche Orte in Brisbane, bevor sie positiv auf Covid-19 getestet wurden. Deswegen musste nach Angaben der "Brisbane Times" unter anderem eine Schule im vorsorglich geschlossen werden.

Mittlerweile haben sich die Frauen in Quarantäne begeben, am 28. September müssen sie vor Gericht erscheinen. Ihnen droht eine Freiheitsstrafe sowie ein saftiges Bußgeld.

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