Quarantäne-Einblicke im RTL-Interview

Angelique Kerber gefangen im Hotel: „Fühle mich wieder wie als Kind“

20. Januar 2021 - 20:22 Uhr

Kerber steckt im harten Lockdown

"Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich 14 Tage eingesperrt bin und in den harten Lockdown komme", gesteht Angelique Kerber. Sie zählt zu den unglücklichen 72 Tennis-Profis, die auf dem Weg zu den Australian Open nach Melbourne in einem Flieger mit einer Corona-positiven Person gesessen haben. "Meine Zeit vertreibe ich mir mit Netflix und Büchern, telefoniere mit Freunden, was wegen der Zeitumstellung nicht ganz einfach ist", verrät die 33-Jährige im exklusiven RTL/ntv-Interview, nachdem sie ihren Geburtstag einsam und allein Down Under gefeiert hatte. Training steht auch auf ihrem täglichen Quarantäne-Programm – wenn auch anders als sonst.

Kerber: Turnier-Vorbereitung mit Hanteln und Medizinball

"Ich mache ein bis zwei Einheiten am Tag, mache Übungen auf der Matte, ich habe auch Hanteln und einen Medizinball", so Kerber. Die Vorbereitungen auf das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres laufen also auch unter erschwerten Bedingungen weiter.

Das Gefühl, mit dem Kerber momentan in Melbourne dem Ende der Quarantäne entgegenfiebert, ist in jedem Fall ein besonderes: "Ich fühle mich wie vor 20 Jahre, als ich als Kind Bälle gegen die Wand geschlagen habe."

Nach der Quarantäne: Kerber freut sich auf "leckeren Kaffee"

Wie ein Kind freut sie sich wohl auch auf den ersten Tag zurück in "Freiheit", einen Plan dafür hat die 33-Jährige schon: "Das Allererste, was ich machen werde, wenn ich wieder draußen bin, ist mir einen leckeren Kaffee zu gönnen."

Mit Blick auf das Turnier setzt sich Kerber aber keine unmöglichen Ziele: "Ich habe jetzt keine großen Erwartungen an die Australian Open, ich will das Beste draus machen." Und dafür drücken wir ihr fest die Daumen.