Yingying kam nie wieder zurück

Austausch-Studentin in den USA ermordet: So wurde der Täter überführt

16. Dezember 2019 - 18:24 Uhr

Im Video: Freundin des Täters hilft FBI bei der Suche nach dem Mörder

Yingying war eine Vorzeige-Studentin an der renommierten Universität in Illinois. Die 26-Jährige aus China wollte in den USA ihren Abschluss in Umweltwissenschaften machen. Fast täglich war sie dafür im Labor und forschte. Eines Tages wollte sie nur schnell für eine Stunde weg und dann wieder zurück in die Uni. Doch dort ist Yingying nie angekommen. Sie wurde entführt und bestialisch ermordet. Wie das FBI mit Hilfe der Freundin des Täters diesen überführen konnte – im Video.

Täter begeht schweren Fehler: Mord-Geständnis auf Band

Überwachungsaufnahmen zeigen, wie Yingying am Straßenrand auf den Bus wartet. In diesem Moment taucht ihr Entführer auf und lockt sie in sein Auto. Anhand dessen konnte ihn die Polizei schnell ausfindig machen. Das Auto gehört dem 27-jährigen Brendt Christensen. Er ist verheiratet, hat gerade sein Physikstudium beendet. Ein Saubermann ohne Vorstrafen.

Die Beamten sind sich sicher, dass er Yingying entführt haben muss, doch ihnen fehlen die nötigen Beweise. Sie lassen ihn laufen. Denn: Sie haben einen Plan. Brendt führt mit seiner Frau eine offene Beziehung. Er hat noch eine Freundin: Terra Bullis. Die Ermittler verkabeln sie und hoffen so, an wichtige Informationen zu kommen. Drei Wochen lang passiert nichts. Doch dann geht der mutmaßliche Mörder auf eine Veranstaltung, die organisiert wurde, um der vermissten Studentin zu gedenken. Dort begeht er einen Fehler, der ihn überführt. Inzwischen wurde Brendt zu lebenslanger Haft verurteilt.