Göttinger Forscherteam findet "Super-Erden"

Nur elf Lichtjahre entfernt

Göttinger Forscher finden Super-Erden
Göttinger Forscher finden Super-Erden
© Universität Göttingen, Mark Garlick

30. Juni 2020 - 9:20 Uhr

Auf "Super-Erden" könnte es Leben geben

Ein Team um die Göttinger Forscherin Dr. Sandra Jeffers hat ein Sternensystem gefunden, in dem es mehrere "Super-Erden" gibt. Um die kleine Sonne mit dem Namen "Gliese 887" kreisen mehrere Planeten, die aus Felsen bestehen und sogar Leben beherbergen könnten.

Könnten wir auf der "Super-Erde" leben?

Im Universum gibt es verschiedene Planetenarten. "Super-Erden" sind rund und bestehen zum Großteil aus Felsen, wie unser Heimatplanet, sind aber deutlich größer. Der Name "Super-Erde" bedeutet nicht, dass wir auch dort leben könnten. Dennoch wissen die Forscher nicht, ob der Planet eine Atmosphäre oder Wasser hat. Das wollen sie jetzt mit dem großen "James Webb Space-Teleskop" herausfinden.

Tage auf den Super-Erden sind viel kürzer - und heißer

Zwei der Planeten namens "Gliese 887b" und "Gliese 887c" konnten die Göttinger Forscher schon genauer beobachten. Sie fanden heraus, dass ein Jahr auf "887b" nur 9,3 Tage dauert. Auf "887c" sind es immerhin 21,8 Tage. Auch das Wetter ist für uns ungewöhnlich: Der Planet ist 70 Grad heiß.

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"Super-Erden" haben perfekte Voraussetzungen für die Göttinger Forscher

"Diese Planeten werden die besten Möglichkeiten für detailliertere Studien bieten, einschließlich der Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems", sagt Dr. Sandra Jeffers von der Universität Göttingen, Hauptautorin der Studie. Denn "Gliese 887" gehört mit elf Lichtjahren Entfernung nicht nur zu den Sonnen, die unserer eigenen am nächsten liegen – sie leuchtet auch sehr gleichmäßig, sodass die Forscher genauere Beobachtungen machen können.