18. April 2019 - 22:53 Uhr

"Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Verletzten nach Hause zu bringen"

Nach dem schrecklichen Busunfall auf Madeira mit 29 Toten herrscht in Portugal drei Tage Staatstrauer. Auch Außenminister Heiko Maas ist mit Ärzten auf die Insel geflogen. Gemeinsam mit seinem portugiesischen Amtskollegen hat er die Unfallstelle besucht und sich bei den Hilfskräften bedankt. Im Video oben erklärt er, wie die Überlebenden zurück nach Deutschland gebracht werden sollen.

Fahrer hatte Kontrolle über den Bus verloren

Insgesamt 57 Menschen sollen im Bus gewesen sein, 29 starben bei dem Unglück. Die Toten sollen aus ganz Deutschland kommen und hatten auf der portugiesischen Insel Madeira über Reiseveranstalter diesen Busausflug gebucht. Nach ersten Ermittlungen hatte der Busfahrer in einer Kurve die Kontrolle verloren.

"Der Bus gewann rasend an Fahrt"

In einem Interview erzählt ein Paar aus Deutschland, das im Bus saß, wie es das Unglück erlebt und überlebt hat: "Der Bus gewann so rasend an Fahrt und berührte dann an der rechten Seite die Mauer, vermutlich um etwas Tempo rauszukriegen. Und dann ging alles rasend schnell: In der Kurve schoss er dann raus und dann hat er sich überschlagen und wir haben uns nur zusammengekauert, bis er dann liegen blieb. Ich habe die Verletzungen der anderen Menschen gesehen, ich habe gedacht ich halt das gar nicht aus. Ich habe die Augen einfach zu gemacht und bin blind nach oben gekrabbelt. Weil sowas kann man sich nicht vorstellen."