Ausnahmezustand in Duisburg: Großaufgebot der Polizei verhindert Straßenschlacht

28. März 2018 - 11:03 Uhr

Rivalisierende Gruppen rotteten sich zusammen

Ausnahmezustand in Duisburg: Mit einem Großaufgebot verhindert die Polizei, dass sich etwa 60 Mitglieder zweier rivalisierender Gruppen eine Straßenschlacht liefern. Die gewaltbereiten Männer hatten Schlagwaffen bei sich, bewarfen Polizisten mit Gegenständen und beledigten sie. Die Polizisten setzten Reizgas ein, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. "Die Beamten bekamen die Lage in Griff, bevor sie eskalierte", sagte ein Polizeisprecher. Etwa 100 Beamte sollen im Einsatz gewesen sein.

Angeblich Konflikt von Türken, Kurden und Libanesen

Duisburg
Duisburg

50 Männer wurden festgenommen. Sie hätten unterschiedliche Nationalitäten, unter anderem seien Deutsche, Türken und Libanesen unter ihnen, teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Nach der Feststellung der Personalien seien 30 Männer wieder auf freien Fuß gekommen. Die anderen seien noch im Polizeigewahrsam, um weitere Straftaten zu verhindern.

Worum es bei dem Streit am Dienstagabend ging, wollte keiner der Beteiligten der Polizei sagen. Anwohner im Stadtteil Hamborn hatten die Polizei alarmiert, nachdem sich die Konfliktparteien dort gesammelt hatten. Schon in der Nacht zuvor und in der vergangenen Woche seien mehrere Personen in der Gegend aufeinander getroffen, allerdings nicht so massiv wie am Dienstagabend, sagte der Sprecher. Ein möglicher Zusammenhang werde geprüft.