2018 M08 19 - 16:15 Uhr

Neugeborenes lag im Gebüsch

Eine Passantin im Münchner Stadtteil Neuperlach traute ihren Augen nicht: Beim Gassigehen mit dem Hund entdeckte sie in einem Gebüsch ein Baby. Der kleine Junge war mit einer Körpertemperatur von nur noch 26 Grad zwar etwas unterkühl, doch ansonsten wohlauf, teilte die Polizei mit. Bei der Suche nach der Mutter führt eine Spur nach Frankfurt.

Anwohner hatte Sex mit der 27-Jährigen

Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei der Mutter um eine 27-Jährige aus dem Raum Frankfurt handelt. Sie soll ihr Kind direkt nach der Geburt ausgesetzt haben. Auf die Frau aufmerksam wurde die Polizei durch die Befragung eines 47-jährigen Anwohners. Der soll laut "Süddeutsche Zeitung" zunächst mit der Frau in einem Biergarten gefeiert und später die Nacht verbracht haben. Die beiden hätten "in der Wohnung des 47-Jährigen einvernehmlich Geschlechtsverkehr gehabt", teilte die Polizei mit.

Klinikpersonal tauft Baby "Justus"

Am Morgen habe die Frau über Schmerzen und Blutungen geklagt und sei aus der Wohnung verschwunden, gab der Mann zu Protokoll. Als er sie kurze Zeit später im Erdgeschoss wieder traf, sei ihr vorher abstehender Bauch flacher gewesen. Er habe sie dann zum Bahnhof gebracht, weil sie nach Frankfurt zurückfahren und dort ein Krankenhaus aufsuchen wollte. Das Neugeborene wurde unterdessen in einer Münchner Klinik behandelt. Das Klinikpersonal taufte den Jungen "Justus".