Ausgerechnet Alaska

US-Präsident Trump will in arktischem Naturschutzgebiet nach Öl bohren lassen

18. August 2020 - 12:12 Uhr

Erste Bohrlizenzen werden ersteigert

In Alaska sollen enorme Vorkommen an Öl und Gas lagern. Über eine mögliche Ausbeutung wird in der US-Politik seit Jahrzehnten gestritten. Geht es nach der Trump-Regierung, ist damit nun Schluss: Ende des Jahres sollen erste Bohrlizenzen versteigert werden. Welche Tiere von der Ausbeutung betroffen wären und wie Naturschützer die neue Entwicklung einschätzen, zeigen wir im Video.

Enorme Öl- und Gasvorkommen in Naturschutzgebiet

Die US-Regierung stellt die Weichen für die Förderung von Öl und Erdgas in einem arktischen Naturschutzgebiet in Alaska. Das Innenministerium stellte einen Fahrplan dafür vor. Er rechne damit, dass erste Bohrrechte zum Jahresende versteigert werden könnten, sagte Innenminister David Bernhardt dem "Wall Street Journal".

Die Ausbeutung wurde zusammen mit der Steuerreform 2017 von dem damals von Republikanern beherrschten Kongress beschlossen. Das Innenministerium wurde beauftragt, die Rahmenbedingungen dafür festzulegen.

Nach den am Montag vorgestellten Plänen sollen in bis zu acht Prozent des Arctic National Wildlife Refuge im Nordosten Alaskas Bohrungen zugelassen werden. In dem Gebiet werden erhebliche Vorkommen von Öl und Gas vermutet, über eine mögliche Ausbeutung wird seit Jahrzehnten gestritten. Gemäß der Kongress-Entscheidung sollen erste Bohrrechte bis Ende 2021 verkauft werden. Zugleich ist mit Widerstand von Umweltschützern gegen die Förderung zu rechnen.

Im Video erklärt RTL-Börsenexperte Frank Meyer, warum Trumps Alaska-Öl niemand braucht:

Quelle: DPA / RTL.de