Tierfreund aus dem Sudan bittet die Welt um Hilfe

Ausgemergelte Löwen in sudanesischem Privat-Zoo: So kämpft Osman Salih für ihre Rettung

21. Januar 2020 - 17:58 Uhr

Auch die Tiere leiden unter der Krise

Den Menschen in der nordafrikanischen Republik Sudan geht es schlecht. Eine ökonomische und politische Krise hat das Land fest im Griff. Steigende Lebensmittelpreise, politisches Chaos, Gewalt und ein Mangel an Devisen zwingt viele Menschen in die Flucht. Doch auch die Tiere bleiben von der Krise nicht verschont. Jetzt schockieren Bilder von den völlig ausgehungerten Löwen des Privat-Zoos El Qurashi Park in der sudanesischen Hauptstadt Khartum die Öffentlichkeit.

Afrikanische Löwen bereits im Bestand gefährdet

Osman Salih lebt in Khartum und sah das Elend der ausgemergelten Tiere mit den eigenen Augen. Jetzt hat er über sein facebook-Profil einen Hilfeschrei in die Welt gesendet: "Ich bitte interessierte Menschen und Institutionen, den Löwen zu helfen!" Er will, dass die Tiere wieder genug Nahrung und Wasser bekommen und dann an einen sicheren Ort gebracht werden.

Afrikanische Löwen sind bereits in ihrem Bestand gefährdet und werden von der Weltnaturschutzunion IUCN als bedroht eingestuft. Der World Wide Fund for Nature (WWF) berichtet, dass die Population afrikanischer Löwen in nur drei Generationen um 40% geschrumpft ist. Die Hauptbedrohungen sind Präventivtötungen zum Schutz von Mensch und Nutztieren, der Rückgang von Beutetieren und die Verringerung des Lebensraums durch die Ausweitung menschlicher Siedlungen.