Ausgebeutet im Einwanderer-Ghetto: Rumänische und Bulgarische Handwerker in Frankfurt

09. Dezember 2014 - 10:27 Uhr

RTL-Reporter Cord Eickhoff berichtet aus Frankfurt

Schimmlige Wände, verdreckte Küchen und zugemüllte Balkone: in einer Wohnsiedlung im Frankfurter Stadtteil Griesheim wohnen etwa 1.000 Handwerker aus Bulgarien und Rumänien – völlig legal. Doch sie sind mit Sprache und Bürokratie überfordert. Deshalb lässt der Vermieter die Einwanderer skrupellos in dem maroden Komplex wohnen, wie RTL-Reporter Cord Eickhoff zeigt.

Ein rumänischer Mieter sagt, er habe sich das Wohnen in Deutschland besser vorgestellt und klagt, dass sein Vermieter sich weder um Schimmel noch um Reparaturen kümmere und nur abkassieren wolle. Dabei ist Frankfurt eine der reichsten Städte Deutschlands.

Der Vermieter sagt, niemand werde gezwungen, hier für 220 Euro pro Bett und Monat zu wohnen. Sonst müssten die Osteuropäer in Containern auf dem Bau leben. Dagegen hätten sie es hier richtig gut. Die Behörden ermitteln dennoch gegen den Vermieter.

Profite auf dem Rücken von Armutsflüchtlingen, die sich kaum verständigen können und etwa in Rumänien nur 350 Euro im Monat verdienen würden. Um ihre Familie ernähren zu können, arbeiten sie in Deutschland 200 Stunden im Monat – und können sich doch keine akzeptable Wohnung leisten