Linken-Fraktionschefin

"Flächendeckende Ausgangssperren sind der falsche Weg"

Die Linken-Fraktionsvorsitzende Amira Mohamed Ali
Die Linken-Fraktionsvorsitzende Amira Mohamed Ali
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01. April 2021 - 11:32 Uhr

Inzidenz und Neuinfektionen: Was bringen Ausgangssperren?

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, Amira Mohamed Ali, hält flächendeckende Ausgangssperren in der Pandemie-Bekämpfung für den falschen Weg. "Man muss auch gucken, ob Ausgangssperren etwas bringen können. Ich bin da skeptisch. Flächendeckende Ausgangssperren halte ich wirklich für den falschen Weg", sagte Mohamed Ali in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv.

In Frankreich war zuletzt eine nächtliche Ausgangssperre eingeführt worden. Lockerungen sind erst Mitte Mai geplant.

Mohamed Ali erklärte, dass Ausgangssperren "dem nicht Rechnung trägt, wie das Infektionsgeschehen an einzelnen Orten ist. Da muss man schon einheitliche Regelungen finden, wo das Sinn macht und wo nicht."

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Mohamed Ali: Müssen nach Osterwochenende "entschiedener" handeln

Zudem forderte die Linken-Politikerin Bund und Länder dazu auf, nach dem Osterwochenende konsequentere Maßnahmen in der Pandemiebekämpfung einzuführen: "Es wäre notwendig, entschiedener zu handeln nach dem Osterwochenende und eben nicht nur im privaten Bereich harte Einschränkungen zu machen, sondern wirklich einen Blick in die Arbeitswelt zu werfen."

In dem Kontext forderte Mohamed Ali die Einführung von verpflichtenden Corona-Tests in Unternehmen, sowie ein "Recht auf Homeoffice". Auch solle man über kostenlose FFP2-Masken für alle im Öffentlichen Nahverkehr nachdenken, so Mohamed Ali.