Festspiele

Ausfall bei Bayreuther „Ring“: „Götterdämmerung“ abgesagt

Neuer Ausfall beim Bayreuther Ring: Der Tenor Stephen Gould, der bei der Premiere der Götterdämmerung am Freitagabend den Siegfried singen sollte, hat seinen Auftritt abgesagt, wie die Bayreuther Festspiele mitteilten. Zu seinem allergrößten Bedauern muss Stephen Gould seine Mitwirkung als Siegfried an der heutigen Premiere der "Götterdämmerung" krankheitsbedingt absagen, hieß es. Für ihn springt Clay Hilley ein.

Gould hat in diesem Jahr auf dem Grünen Hügel ein Mammutprogramm geplant: Er sollte nicht nur den Siegfried im vierten Ring-Teil Götterdämmerung singen, sondern auch noch den Tristan in Tristan und Isolde und die Titelrolle im Tannhäuser. Goulds Absage gelte zunächst nur für die Götterdämmerung, sagte der Pressesprecher der Festspiele, Hubertus Herrmann. Die Wiederaufnahme des Tannhäuser steht für Montag auf dem Bayreuther Spielplan.

Goulds Ausfall ist nicht der erste personelle Rückschlag für die Neuproduktion des Ring des Nibelungen, die in diesem Jahr mit ihren vier von Regisseur Valentin Schwarz neu inszenierten Opern Premiere feiert.

Bei der Bayreuther Premiere der Walküre hatte Wotan-Sänger Tomasz Konieczny sich am Montagabend bei dem Zusammenbruch eines Sessels auf der Bühne so schwer verletzt, dass er nicht weitersingen konnte. Für ihn sprang im dritten Akt der Richard-Wagner-Oper kurzfristig Michael Kupfer-Radecky ein.

Kupfer-Radecky war damit schon der fünfte Göttervater der Produktion. Ursprünglich war Günther Groissböck dafür vorgesehen, er hatte aber schon im vergangenen Jahr abgesagt. Sänger John Lundgren, der ihn ersetzen sollte, sagte dann im Juni dieses Jahres ab. Für Lundgren sprang dann Egils Silins im ersten Ring-Teil Rheingold ein. Für die Walküre und den Siegfried Konieczny. Auch Dirigent Pietari Inkinen musste wegen einer Corona-Erkrankung kurz vor der Premiere das Handtuch werfen. Für ihn übernahm Cornelius Meister.