Auschwitz-Prozess von Lüneburg wird fortgesetzt

Der wegen des Gesundheitszustands des Angeklagten Oskar Gröning unterbrochene Auschwitz-Prozess kann fortgesetzt werden.
Der wegen des Gesundheitszustands des Angeklagten Oskar Gröning unterbrochene Auschwitz-Prozess kann fortgesetzt werden.
© dpa, Philipp Schulze

12. Mai 2015 - 13:28 Uhr

Verhandlung wird wie geplant fortgesetzt

Der Auschwitz-Prozess gegen den ehemaligen SS-Mann Oskar Gröning kann fortgesetzt werden. Das teilte eine Sprecherin des Landgerichts Lüneburg mit. Das Verfahren war unterbrochen worden, weil der 93-jährige Angeklagte aus gesundheitlichen Gründen nicht erschienen war. Nach der mittlerweile vorliegenden ärztlichen Stellungnahme des vom Gericht beauftragten Sachverständigen könne die Hauptverhandlung gegen Gröning aber wie geplant fortgesetzt werden, hieß es.

Gröning sei nicht aus dem Bett zu bringen gewesen, hatte der Vorsitzende Richter gesagt. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass der Angeklagte seinen schlechten Zustand nur simuliere, hatte der Richter betont. Daraufhin wurde beschlossen, Gröning medizinisch untersuchen zu lassen. Bereits vergangene Woche war ein Verhandlungstag vorzeitig beendet worden. Gröning wird Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen vorgeworfen.