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Ausbildung wird zum Martyrium: Erst vergewaltigt, dann gemobbt

Ausbildung wird zum Martyrium: Erst vergewaltigt, dann gemobbt

Themenbild Mobbing
Nach der Verurteilung ihres Peinigers ging das Mobbing am Arbeitsplatz los. Die Kollegen stellten sich gegen Anna.
dpa, Harald Tittel

Es geschah an ihrem Ausbildungsplatz...

Als Anna L. bei der Arbeit von ihrem Kollegen vergewaltigt wird, bricht für die 24-Jährige eine Welt zusammen. Sie zeigt den jungen Mann an und will Gerechtigkeit, doch sie bekommt das Gegenteil. Das ganze Team mobbt sie - offenbar, weil sie zur Polizei gegangen ist.

Sie wollte Köchin werden, machte eine Ausbildung in einem Hotel. Doch genau da passierte es. Sie war mit ihrem Arbeitskollegen Marcus K. im Wellness-Bereich, als er plötzlich über sie herfiel.

Psychoterror aus dem Gefängnis

Marcus K. demütigte sie stundenlang. Anna zeigte ihn direkt danach an. Der 24-Jährige wurde zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Doch selbst aus dem Gefängnis heraus ließ er sein Opfer nicht in Ruhe, schrieb Anna einen langen Brief. Sie glaubt, dass er damit nur eine mildere Strafe erreichen wollte.

Als Anna einen Monat nach der Tat wieder ins Hotel zurückkehrte, wurde sie von ihren Kollegen gemobbt – weil sie Marcus K. angezeigt hatte. Anna glaubt, ihr Arbeitgeber wollte sie loswerden, weil ihre Anzeige der Hotelkette einen schlechten Ruf verschafft hat.