Männer holten das Mädchen aus dem Haus der Großmutter

Entführte Mia (8) wohlbehalten in der Schweiz aufgetaucht

Die achtjährige Mia wurde wohlbehalten in der Schweiz gefunden.
Die achtjährige Mia wurde wohlbehalten in der Schweiz gefunden.
© Staatsanwaltschaft Épinal

19. April 2021 - 13:09 Uhr

Mia mit Mutter in Sainte-Croix in der Schweiz

Gute Nachrichten im Fall der vermissten Mia (8): Das Mädchen tauchte offenbar unversehrt in der Schweiz auf. Sie soll zusammen mit ihrer Mutter in einem besetzten Haus in Sainte-Croix im Kanton Waadt gefunden worden sein, heißt es in Schweizer Medien. Anfang der Woche hatten Männer die Achtjährige aus dem Haus ihrer Großmutter in Frankreich entführt.

Kind wird wieder an seine Großmutter übergeben

Wie "Blick" unter Berufung auf die französische Staatsanwaltschaft berichtet, sei das Kind auf Wunsch der Mutter entführt worden. Drei Männer hatten Mia am Dienstag aus dem Haus ihrer Großmutter in der kleinen französischen Stadt Les Poulières in Lothringen mitgenommen. Laut Medienberichten lebte das Mädchen dort. Mit einem vermeintlichen Schreiben des Jugendamtes sollen die Entführer die Großmutter ausgetrickst und Mia mitgenommen haben.

Die Männer konnten schnell gefasst werden, doch von dem Mädchen fehlte bislang jede Spur. Jetzt wurde es offenbar gefunden. Die Ermittlungen ergaben laut der Staatsanwaltschaft Nancy, so berichtet "Blick", dass die Mutter eine Nacht in der Schweiz in einem Hotel in Estavayer-le-Lac verbrachte. Danach sei sie von einer Frau in Neuenburg beherbergt worden. Die soll sie auch vor dem besetzten Gebäude in Sainte-Croix abgesetzt haben. Dort wurde Mia dann schließlich gefunden.

"Zwei französische Polizeibeamte wurden auf Schweizer Territorium eingesetzt, um ihre Schweizer Kollegen zu unterstützen", sagte der Staatsanwalt in Nancy laut "Blick". Mia sei "bei guter Gesundheit" und werde an ihre Großmutter übergeben

Mutter durfte Mia nur zwei Mal im Monat sehen

Die achtjährige Mia wurde durch einen Gerichtsbeschluss ihrer Großmutter mütterlicherseits anvertraut, nachdem ihrer 28-jährigen Mutter Lola Montemaggi im Januar das Sorgerecht entzogen worden ist, wie die französische Zeitung "Le Progres" schrieb. Nur zwei Mal im Monat durfte sie ihre Tochter in Begleitung des Jugendamtes sehen, erklärte Staatsanwalt Nicolas Heitz einen Tag nach dem Verschwinden der Schülerin.