An der Grenze abgefangen

Aus der Quarantäne geflohen: Tönnies-Mitarbeiter in Rumänien aufgegriffen

Tönnies-Mitarbeiter sind auf einige Faust aus ihrer Quarantäne-Unterkunft geflohen.
© Imago Entertainment, Revierfoto

26. Juni 2020 - 15:08 Uhr

15 Fleischarbeiter fuhren auf eigene Faust nach Rumänien zurück

Fünfzehn Tönnies-Mitarbeiter, die in Quarantäne-Quartieren in Deutschland untergebracht waren, sollen in den vergangenen Tagen an der ungarisch-rumänischen Grenze abgefangen worden sein. Nach Informationen des "Spiegel" wurden die Mitarbeiter zwischen Sonntag und Dienstag von Grenzbeamten abgefangen, als sie in privaten Autos die Grenze überqueren wollen. Sie seien in Rumänien nicht sofort getestet, sondern zunächst nach Hause geschickt worden – mit der Anweisung, sich zu isolieren.

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Weitere Mitarbeiter bereits nach Bulgarien geflohen

Gegenüber dem "Spiegel" bestätigte auch ein Subunternehmer des Tönnies-Konzerns, dass einige Arbeiter auf eigene Faust zurück nach Rumänien gefahren seien. Kurz zuvor war bereits bekannt gemacht worden, dass drei andere Mitarbeiter des Schlachtbetriebs in ihr Heimatland Bulgarien zurückgekehrt waren – offenbar trotz Quarantäne-Verordnung. Die bulgarische Regierung fürchtet nun, dass die Rückkehr von Tönnies-Mitarbeitern zu einer weiteren Verbreitung des Virus im Land führen könnte.

Video: Sie flüchteten nach Corona-Test: Das sagen die bulgarischen Tönnies Mitarbeiter

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